L Ski Alpin

Alex Vinatzer zeigte eine sensationelle Leistung. © APA/afp / FABRICE COFFRINI

Pertl verblüfft, Vinatzer grandios

Adrian Pertl hat am Sonntag bei der Ski-Weltmeisterschaft in Cortina d’Ampezzo für eine faustdicke Überraschung gesorgt und führt den WM-Slalom an. Aber: Ein starker Alex Vinatzer liegt ihm dicht auf den Fersen.

Die warmen Temperaturen hatten die Verantwortlichen vor dem Rennen dazu gezwungen, hart durchzugreifen: Weil man befürchtete, dass die Piste stark abbauen würde, entschied man, dass der 15. den zweiten Durchgang eröffnet – und nicht wie traditionell der 30.. Das wertete den ersten Durchgang unweigerlich auf, wodurch die Athleten ein noch größeres Risiko wählten. Unzählige Ausfälle und viele spektakuläre Fahrten waren die Folge.


Trotz der warmen Temperaturen präsentierte sich die Piste kompakt. Das führte dazu, dass auch die hinteren Startnummern die Chance hatten, eine gute Zeit zu fahren. Wie etwa Adrian Pertl, der mit der Startnummer 8 ins Rennen eingriff und eine Fabel-Zeit in den Schnee brannte. Er hielt die internationale Konkurrenz in Schach und führt zum ersten Mal nach der Halbzeit. Den nächsten Beweis für die perfekt haltende Piste lieferte Alex Vinatzer: Der Wolkensteiner schöpfte nach dem schwierigen Jänner sein ganzes Potential aus, fuhr wie auf Schienen und liegt zur Halbzeit nur 14 Hundertstelsekunden hinter dem Führenden. „Ich bin zuletzt aufs flache Gelände zurückgekehrt, habe dort das Gefühl wiedergefunden und jetzt bin ich hier“, freute sich Vinatzer.

Adrian Pertl greift nach der WM-Medaille. © APA/afp / ANDREAS SOLARO


Das Spitzenfeld schenkte sich auf dem stark drehenden Kurs nichts. Angeführt von Pertl klassierten sich 14 Läufer innerhalb einer Sekunde. Hinter Vinatzer sind Sebastian Foss-Solevåg (3.), Kristoffer Jakobsen (4.), Clement Noel (5.) und Henrik Kristoffersen (6.) in Lauerstellung. Auch sie leisteten sich keine Fehler, entsprechend knapp liegen sie hinter Pertl. Marco Schwarz (8.) ist trotz eines nicht perfekten Laufes – genauso wie Alexis Pinturault auf Rang 7 – alles zuzutrauen.

Und Manfred Mölgg? Der Routinier hatte Mühe, in den Rhythmus zu finden, riss mit 1,40 Sekunden einen großen Rückstand auf und verpasste damit die Top-15. Sein Mannschaftskollege Stefano Gross machte es besser, lag an der zweiten Zwischenzeit sogar in Führung, fädelte dann aber ein. Auch für Giuliano Razzoli war das Rennen nach wenigen Sekunden beendet, wenngleich er seine womöglich letzte WM-Fahrt noch ins Ziel brachte.

Die Entscheidung im Slalom geht ab 13.30 Uhr über die Bühne. Mit dem SportNews-Liveticker verpassen Sie nichts.

Das Ergebnis:

http://visual.apa.at/wintersport/index.html?apaview=topic:alpinwm-page:live

Schlagwörter: Ski-WM 2021

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