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Luca De Aliprandini (rechts) feierte mit WM-Silber den größten Erfolg seiner Karriere, Michelle Gisin freut sich mit ihm. © APA/afp / FABRICE COFFRINI

Silber-Held De Aliprandini witzelt: „Michelle muss jetzt Gas geben“

Pünktlich zum Höhepunkt der Saison zeigte sich Luca De Aliprandini in Top-Verfassung und raste als Außenseiter völlig überraschend zum Riesentorlauf-Vizeweltmeistertitel. Seinen Erfolg konnte der Nonsberger im Zielraum zunächst kaum in Worte fassen - und war gleichzeitig schon zu Scherzen aufgelegt.

Im Anschluss an das Rennen rang De Aliprandini nach den richtigen Worten. Verständlich - immerhin stand der Azzurro bei 87 Weltcup-Starts noch nie auf dem Podest und gehörte im Vorfeld des Rennens nicht zu den Anwärtern auf eine Medaille. „Silber ist unglaublich, damit habe ich nie und nimmer gerechnet“, sprach der 30-Jährige, der die Sportoberschule in Mals besuchte, in perfektem Deutsch in die TV-Mikrofone.


Nach dem hervorragenden 1. Durchgang sei er mehrmals gefragt worden, was in der Entscheidung möglich sei. „Ich habe einfach nochmals mein Bestes gegeben, was gar nicht so einfach war. Die Piste war nämlich schattig und enthielt einige Schläge. Dass ich dem Druck standhalten konnte und in so einem wichtigen Rennen zum 1. Mal in die Top-3 fahre, macht mich natürlich überglücklich“, so De Aliprandini.

Den ausführlichen Rennbericht des WM-Riesentorlaufs gibt es hier.

Besonders freute sich der Riesentorlauf-Spezialist für den neuen Weltmeister Mathieu Faivre, dem er gleich nach Ende des Rennens in die Arme fiel. „Mathieu und ich sind gute Freunde, wir kennen uns schon aus gemeinsamen Europacup-Zeiten“, erklärte De Aliprandini und fügte an: „Dass wir bei einer Weltmeisterschaft gemeinsam eine Medaille bejubeln dürfen, macht den Erfolg umso schöner.“

Weltmeister Mathieu Faivre (li.) und Luca De Aliprandini sind gute Freunde. © APA/afp / ANDREAS SOLARO


Grußworte schickte der Azzurro an seine Lebensgefährtin und Kombi-Bronzemedaillengewinnerin Michelle Gisin. „Es bedeutet mir sehr viel, dass wir beide hier sein dürfen und unsere Erfolge miteinander teilen können. Wir sind ein super Team und unterstützen uns immer gegenseitig“, so De Aliprandini. „Nach meiner Silbermedaille liegt der Druck nun bei Michelle - jetzt muss sie im Slalom (am Samstag, Anm. d. Red.) Gas geben“, witzelte der frischgebackene Vizeweltmeister abschließend.

Autor: sn

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