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Marta Bassino ist Weltmeisterin. © APA/afp / ANDREAS SOLARO

WM-Gold: Marta Bassino erlöst eine ganze Nation

Lange musste Italien bei der Heim-WM in Cortina auf Edelmetall warten. Am Dienstag war es nun endlich soweit. Marta Bassino holte sich beim Parallel-Riesentorlauf, der zum 1. Mal bei einer WM ausgetragen wurde, die Goldmedaille. Es war aber ein skurriles Finale, das sich in Cortina abgespielt hat.

Die Italienerin und die Österreicherin Katharina Liensberger kamen im Finale zeitgleich ins Ziel. Nachdem zunächst nur Bassino (sie erzielte im 2. Duell die bessere Laufzeit) als Weltmeisterin gewertet wurde, ruderte die FIS nach rund einer halben Stunde zurück und sprach auch Liensberger WM-Gold zu. Das Ergebnis wurde im Nachhinein korrigiert, da laut Regelbuch bei den Finalläufen um Platz 1 und 3 auch ex-aequo-Platzierungen möglich sind.


Für Bassino ist es die 1. WM-Medaille bei einem Einzelrennen – und diese strahlt gleich in Gold. Liensberger stand im Weltcup noch nie ganz oben und darf sich jetzt – genauso wie Bassino – Weltmeisterin nennen.

Liensberger (links) und Bassino freuen sich über WM-Gold. © APA/afp / ANDREAS SOLARO

Im Halbfinale hatte sich die 24-jährige Bassino gegen die Französin Tessa Worley hauchdünn durchgesetzt. Eine Runde zuvor behielt sie gegen ihre Teamkollegin Federica Brignone um 12 Hundertstel die Oberhand.

Rang 3 ging bei den Damen an Tessa Worley, die sich im Kampf um die Bronzemedaille gegen Paula Moltzan durchsetzte.
Gold für Faivre bei den Herren
Bei den Herren kürte sich der Franzose Mathieu Faivre zum Weltmeister. Der 29-Jährige behielt im Finale gegen den Kroaten Filip Zubcic die Oberhand und sicherte sich sein 1. Einzel-Gold. Bronze schnappte sich der Schweizer Loic Meillard.

Mathieu Faivre holte bei den Herren die Goldmedaille. © APA/afp / FABRICE COFFRINI

Luca De Aliprandini, der sich als einziger Azzurro für die Entscheidung qualifiziert hatte, war auf Kurs Richtung Halbfinale. Doch der Nonsberger machte im Viertelfinale gegen Alexander Schmid im 2. Duell einen Fehler im Mittelteil und musste sich schlussendlich um 6 Hundertstelsekunden geschlagen geben.

Die restlichen Azzurri, darunter auch der Bozner Riccardo Tonetti, waren sowohl bei den Damen als auch bei den Herren bereits in der Qualifikation gescheitert. Auch einige Topfavoriten wie Petra Vlhova und Marco Schwarz mussten bereits am Vormittag die Segel streichen.
Parallel-RTL der Damen: Der Endstand
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Parallel-RTL der Herren: Der Endstand
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Autor: dl

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