
Lukas Hofer (rechts) war beim Red Bull X-Alps Challenger dabei. © Red Bull X-Alps / Christian Lorenz / CHRISTIAN LORENZ
Abstecher in die Lüfte: Lukas Hofer glänzt bei X-Alps Challenger
Der Qualifier für das härteste Abenteuerrennen der Welt: Athletinnen der nächsten Generation haben sich beim Red Bull X-Alps Challenger drei Tage lang mit den Besten der Welt gemessen. Neben Veteran Tobias Großrubatscher war auch Biathlet Lukas Hofer am Start.
31. Mai 2026
Von: pm/sn
Der allererste Red Bull X-Alps Challenger fand am Samstag, 30. Mai 2026, nach drei Tagen epischer Rennen in den Bergen von Mayrhofen im Zillertal seinen dramatischen Abschluss. Die beiden besten Rookies des Feldes - Aaron Mathis bei den Herren und Romy Sweda bei den Damen - erhielten nach mehr als 4.000 Höhenmetern im Speed Hiking und rund 100 Kilometern in der Luft über drei Tage hinweg jeweils eine Wildcard für Red Bull X-Alps.
Unter den Rookies fand sich mit Lukas Hofer auch ein prominenter Name aus dem Biathlon. Der 36-Jährige aus Montal, dessen Leidenschaft für das Trailrunning sowie Gleitschirmfliegen weithin bekannt ist, schloss die beiden ersten Tage jeweils auf Platz eins ab, in der Endabrechnung landete er auf Rang 21.
Hofer, der bei den Olympischen Spielen in Antholz noch die Silbermedaille mit der Mixed-Staffel gewonnen hatte, unterstrich dabei, dass er der König der Berge ist: Er gewann jede einzelne Hiking-Etappe.
Mathis überwältigt: „Ich bin sprachlos“
Sweda musste während des Rennens einen nervenaufreibenden Umweg in Kauf nehmen, nachdem sie einen der Turnpoints knapp nicht erreichte. Als sie ihren Fehler bemerkte, musste sie zurückgehen und verlor dabei wertvolle Zeit. Sie sagte: „Am Ende war es wirklich hart. Nach dem ersten Anstieg hatte ich gehofft, nicht noch einmal laufen zu müssen, aber das ist Part of the Game: Man fliegt, man läuft. Ich bin wirklich glücklich über den Sieg.“Die Wildcards sind heiß begehrt. © Red Bull X-Alps / Christian Lorenz / Christian Lorenz
Auch Mathis war überwältigt von seinem Erfolg. „Ich bin sprachlos“, sagte er im Anschluss. „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Es ist unglaublich. Der Finaltag war schwierig. Es gab starken Nordwind und wir mussten in der Thermik ziemlich hoch aufdrehen, um alle Turnpoints zu erreichen. Aber es war etwas ganz Besonderes, gemeinsam mit Athlet:innen wie Chrigel und Tobi anzutreten.“
Tage voller Abenteuer für Großrubatscher und Co.
Chrigel Maurer, achtfacher Red Bull X-Alps Champion, sicherte sich den Gesamtsieg. Der mehrfache Red Bull X-Alps-Veteran Tobias Großrubatscher aus Kastelruth belegte Rang zwei in der Gesamtwertung und zeigte sich anschließend beeindruckt von der Leistung der Rookies: „Aaron ist wirklich stark geflogen. Er und die anderen sind sehr stark, sie entwickeln sich alle zu richtig guten Athleten.“ Aufgrund ihrer früheren Teilnahme waren Veteranen nicht berechtigt, sich für die begehrte Wildcard für das Hauptrennen zu qualifizieren.Über drei Tage hinweg stellten sich die Athlet:innen einer anspruchsvollen Herausforderung, die ihre Bergfitness und ihre Fähigkeiten im Paragliding auf die Probe stellte. Tag 1 bestand aus einem 1.400 Höhenmeter Berglauf. An Tag 2 absolvierten die Athlet:innen drei Runden eines Hike-&-Fly-Kurses mit jeweils 440 Höhenmetern.
Am finalen Tag nahm das verbleibende Feld von 42 Athlet:innen eine 82 Kilometer lange Cross-Country-Flugaufgabe in Angriff – nach einem weiteren 1.400-Höhenmeter-Anstieg, wie bereits an Tag 1.
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