4 Extremsport

Simone Moro und Tamara Lunger.

Bei -70 Grad: Tamara Lunger bezwingt den „Berg des Sieges“

Tamara Lunger hat mit ihrem Expeditionspartner Simone Moro eine Herkulesleistung vollbracht: Dem Extrembergsteiger-Duo gelang am Samstag die erste Winterbesteigung des Pik Pobeda, also des höchsten Berges im Tscherskigebirge in Ostsibirien, wo Temperaturen von bis zu -70 Grad vorherrschen.

Zwar ist der Pik Pobeda „nur“ 3003 Meter hoch und somit deutlich kleiner als viele Berge, die Lunger und Moro zusammen bestiegen haben. Doch so eisig kalt wie auf dem „Berg des Sieges“ ist es sonst nicht einmal auf den 8000ern: Das Gebirge in Sibirien befindet sich am kältesten Ort der Welt, die Temperaturen sinken da oft auf -70 Grad Celsius.

Lunger und Moro waren zusammen mit einem Fotografen und einem Reporter am 22. Jänner in Richtung Sibirien gestartet und hatten bereits bei der Anreise zahlreiche Hürden zu meistern. Unter anderem mussten sie 350 Kilometer auf vereisten Flüssen mit einem Uaz-Kleintransporter bewältigen, um zu ihrem Ziel zu kommen – Straßen gibt es in diesen Ortschaften nicht (siehe Stol-Bericht).

Um den Gipfel zu erreichen, benötigten die beiden Extrembergsteiger sieben Stunden. Dabei mussten sie ordentlich Gas geben, immerhin scheint an jenem Ort die Sonne maximal fünf Stunden pro Tag. Nach dem Abstieg, der weitere fünf Stunden dauerte, gab Moro einen kurzen Kommentar über ein Sattelitentelefon ab: „Es war extrem kalt, wie kalt genau, wissen wir nicht. Es hat den ganzen Tag geschneit, doch die Sicht war gut.“ In den nächsten Tagen will das Bergsteiger-Duo einige Fotos und Eindrücke der Tour preisgeben.

Autor: det

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