4 Extremsport

Cesare Maestri siegte bei den Herren. © Harald Wisthaler

Italienischer Doppelsieg beim Drei Zinnen Run

Der Trentiner Cesare Maestri und Sara Bottarelli aus der Provinz Brescia haben am Samstag bei perfektem Laufwetter die Jubiläumsausgabe des Südtirol Drei Zinnen Alpine Run gewonnen. Mit Andreas Reiterer und Agnes Tschurtschenthaler landeten zwei Südtiroler Topathleten jeweils auf dem zweiten Rang. Insgesamt waren 730 Athletinnen und Athleten bei der 25. Ausgabe des renommierten Berglaufs in der Dolomitenregion 3 Zinnen am Start.

Cesare Maestri hat am Samstag eine lange Durststrecke beendet. Zum ersten Mal seit Gabriele Abates Triumph im Jahr 2012 konnte nämlich wieder ein „Azzurro“ den Südtirol Drei Zinnen Alpine Run für sich entscheiden. Und es war ein Sieg mit Ansage. Denn gleich nach dem Start um 10 Uhr am Haus Sexten setzte sich Maestri an die Spitze.


Bereits nach der Dorfrunde zu Beginn des Rennens hatte der Trentiner einen Vorsprung von zirka 20 Sekunden auf Andreas Reiterer (Hafling), den er im flachen Teil der Strecke bis zur Talschlusshütte auf über zwei Minuten ausbaute. Aber auch im anschließenden steilen Aufstieg zur Zsigmondyhütte war der 28-Jährige aus Borgo Lares nicht zu halten und lief die schnellste Teilzeit.

Der Start des Laufs. © Harald Wisthaler


Am Ende bewältigte der amtierende Berglauf-Europameister und Vize-Weltmeister von 2019 die 17 km mit 1333 Höhenmetern in starken 1:27.14 Stunden. Eine Zeit, an die der zweifache Trail-Italienmeister Reiterer nicht herankam. Der 29-jährige Ultra-Spezialist, vor zwei Wochen Dritter beim Ultra Trail du Mont Blanc-CCC, kam nach 1:35.04 Stunden im Ziel bei der Dreizinnenhütte auf 2405 Metern Meereshöhe an. Das Podium komplettierte Filippo Barizza. Der 41-Jährige aus Mira in der Provinz Venedig hat an allen bisherigen 25 Ausgaben des Südtirol Drei Zinnen Alpine Run teilgenommen und am Samstag zum ersten Mal ein Top3-Ergebnis erreicht. Neben Filippo Barizza waren übrigens auch sein Vater Giuliano Barizza, sowie Robert Amhof, Roberto Crosato, Adriano Grion, Markus Innerbichler, Georg Trenker und Giuseppe Ventura bei allen bisherigen Ausgaben des Südtiroler Berglaufklassikers mit von der Partie.

Bottarelli allein auf weiter Flur, Tschurtschenthaler starke Zweite

Einen Start-Ziel-Sieg gab es am Samstag auch bei den Frauen. Sara Bottarelli lief vom Start weg ihr Tempo und führte bei der Talschlusshütte etwas mehr als eine Minute vor Agnes Tschurtschenthaler. Auf dem Weg hinauf zur Zsigmondyhütte holte Bottarelli fast eine weitere Minute heraus und auch auf dem Streckenabschnitt zum Ziel konnte der 31-Jährigen aus Sarezzo in der Provinz Brescia keine Konkurrentin das Wasser reichen. Am Ende gewann Bottarelli mit der insgesamt neuntschnellsten Zeit von 1:46.59 Stunden und feierte nach 2016 – damals auf verkürzter Strecke – ihren zweiten Triumph beim beliebten Berglauf in der Dolomitenregion 3 Zinnen.

Spektakuläres Laufpanorama. © Harald Wisthaler


Tschurtschenthaler blieb wie schon im vergangenen Jahr und bei der Ausgabe 2015 der zweite Platz. Die 40-Jährige knackte in 1:49.31 die 1:50-Stunden-Marke und erzielte die insgesamt 13. Zeit. Rang drei ging hingegen an eine Athletin aus Deutschland. Monika Pletzer aus Kirchberg an der Iller stand eine Zeit von 1:58.18 Stunden zu Buche. Mit Katharina Esswein aus Deutschland und Südtirols-Berglauflegende Edeltraud Thaler blieben zwei weitere Athletinnen unter zwei Stunden.

Zwei Ex-Präsidenten des Organisationsteams wollen es wissen

Unter die 730 Teilnehmer mischten sich am Samstag mit Gottfried Hofer und Ludwig Tschurtschenthaler auch zwei ehemalige Präsidenten des Organisationskomitees. Tschurtschenthaler, der Bruder von Topathletin Agnes, war es auch, der den Südtirol Drei Zinnen Alpine Run erfunden und 1998 zum ersten Mal ausgetragen hat. „Wenn ich heute hier stehe und diese vielen Teilnehmer sehe, dann erfüllt mich das mit Freude und Stolz. Die Athletinnen und Athleten haben sicherlich den größten Beitrag geleistet, dass der Südtirol Drei Zinnen Alpine Run so gewachsen und in den vergangenen 24 Jahren zu so einer tollen Veranstaltung geworden ist“, erklärte Tschurtschenthaler kurz vor dem Start.


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