4 Extremsport

Jimmy Pellegrini mit Andrea Huser auf der eins (Foto: Aline Gsell)

Jimmy Pellegrini gewinnt den Swiss Irontrail

Beim Extremtrail in der Schweiz musste der Laager am vergangenen Wochenende nur der ehemaligen Mountainbike-Europameisterin und Vize-Weltmeisterin Andrea Huser den Vortritt lassen.

Die 42-jährige Eidgenössin, die für das Mammut Trailteam startet, bewältigte die 201 Kilometer mit 11440 Höhenmetern in 35:00.01 Stunden und holte sich mit Tagesbestzeit den überlegenen Sieg bei den Frauen. Das Männerrennen gewann ein Südtiroler, nämlich Jimmy Pellegrini aus Laag. Ihm stand in den Schweizer Alpen eine Zeit von 35:36.11 Stunden zu Buche.

„Das Wetter war grauenhaft. Es hat mehr als 30 Stunden geregnet, es gab Nebel, zum Teil hat es auch geschneit. 125 Kilometer bin ich vorne alleine an der Spitze gelaufen, dann hat mich Huser eingeholt. Bis zum vorletzten Abstieg sind wir zusammengeblieben, dann musste ich sie ziehen lassen, weil ich Probleme mit meinen Beinen hatte“, berichtet der 38-jährige Unterlandler.


Sieg im wichtigsten Rennen der Saison


Nach dem Sieg im Vorjahr über 124 Kilometer hatten die Veranstalter Jimmy Pellegrini in diesem Jahr für die „Königsdisziplin“ eingeladen. „Die Einladung hat mich sehr geehrt und deshalb wollte ich so gut als möglich vorbereitet zum Rennen kommen. Ich habe auf die Zähne gebissen und mich irgendwie ins Ziel geschleppt. Ich bin froh, weil es für mich das wichtigste Rennen der Saison ist und mit einem Sieg zu Ende gegangen ist“, so Pellegrini abschließend.

Beim Swiss Irontrail müssen die Athleten einen Rundkurs mit Start und Ziel in Davos bewältigen. „Er ist der längste und anspruchsvollste Ultra-Trail der Alpen. In der Trail-Szene ist er als besonders wertvoller Diamant bekannt, der nun bereits seine fünfte Austragung gefeiert hat“, heißt es von Seiten der Organisatoren.


Spitzenplätze auch beim Alpen X 100

An diesem Wochenende ging auch die Alpenüberquerung von Seefeld nach Brixen (160 km/9224 Höhenmeter) über die Bühne. Hier gab es aus Südtiroler Sicht einen zweiten Platz durch Südtirol-Ultra-Skyrace-Dreifachsieger Alexander Rabensteiner aus Klausen. Er kam nach 26:45.54 Stunden hinter dem Spanier Iker Karrera (25:29.33) im Ziel an. Bei den Damen setzte sich Annemarie Gross aus Meran durch (31:38.24). Auch sie hat 2013, 2014 und 2015 wie Rabensteiner auf der Hufeisentour triumphiert.

Auf den kürzeren Distanzen setzten sich ebenfalls heimische Trailläufer in Szene. Alfred Psenner (Steinegg) landete über 102 km/6121 Höhenmeter auf dem zweiten Platz. Hier ging das Rennen von Steinach am Brenner nach Brixen. Ebenfalls über Rang zwei freute sich Tanja Plaikner aus Natz/Schabs, und zwar auf der kürzesten Distanz über 70 km/4205 Höhenmeter in 12:08.28. Auf dieser Strecke, die von Gossensaß nach Brixen führte, landete bei den Männern Christian Moser aus Freienfeld auf dem dritten Platz (8:41.05).

Autor: sportnews