4 Extremsport

Die Ultner Brüder Oswald und Richard Wenin

Transalpine Run: Zwei Heimsiege bei erster Südtiroler Etappe

Der Gore-Tex-Transalpine-Run 2015 hat heute Südtirol erreicht. Im Etappenziel in St. Valentin auf der Haide konnten zwei Südtiroler Tagessiege und ein zweiter Platz gefeiert werden.

Zwei Teams haben den diesjährigen Transalpine bei den Männern dominiert: Die Brüder Marc und Oscar Casal aus Andorra sowie die Vinschger Daniel Jung und Ivan Paulmichl. Und an diesem Bild hat sich auch bei der heutigen siebten und damit vorletzten Etappe nichts geändert. Casal/Casal feierten in St. Valentin in einer Zeit von 3:30.55 ihren fünften Tagessieg, und zwar mit einem Vorsprung von 8.15 Minuten auf Jung/Paulmichl, die weiter bei zwei Tagessiegen stehen. "Ivan hatte gestern arge Magenprobleme und deshalb hat ihm heute ein bisschen die Energie gefehlt", so Daniel Jung. Daher sei er glücklich, dass man die heutige Etappe so gut durchziehen habe können.

In der Gesamtwertung konnten die Läufer aus Andorra ihren Vorsprung auf die Lokalmatadore auf 17.14 Minuten ausbauen. "Die Brüder sind zähe Burschen und bringen ideale körperliche Voraussetzungen mit", so Jung, der glaubt, dass die beiden auch in eigener Bestverfassung kaum zu schlagen gewesen wären: "Aber wenn's am Ende ein zweiter Platz wird, sind wir mehr als zufrieden", erklärt Jung, "das hätten wir vor dem Start sofort unterschrieben."


Gross/Kröss feiern vierten Tagessieg

Verlass ist auch auf das Team Annemarie Gross/Franz Kröss, das ebenfalls eine beeindruckende Bilanz aufzuweisen hat. Der heutige war ihr vierter Tagessieg, dazu kommen drei weitere Stockerplätze. Heute kamen Gross/Kröss nach 4:19.27 Stunden ins Ziel in St. Valentin und liefen damit einen Vorsprung von 6.30 Minuten auf das Schweizer Team Corine Kagerer und Marco Jäger heraus. Rang drei ging mit einem Rückstand von 10.14 Minuten an die Deutschen Eva Färberböck und Mathis Bode. In der Gesamtwertung führen Gross/Kröss vor der morgigen letzten Etappe mit mehr als einer Stunde Vorsprung auf das Team Andrea Feuerstein-Rauch/Petru Muntenasu. "Wenn wir im Ziel in Sulden ankommen, dann dürfte das reichen", meinte heute Franz Kröss nach dem Zieleinlauf. Große Sorgen, dass die beiden nicht im Ziel ankommen sollten, braucht man sich indes nicht zu machen: "Wir fühlen uns beide nach wie vor gut", so Kröss.


Ultner Brüderpaar Oswald und Richard Wenin dominiert Senior-Master-Kategorie

Eine Bank ist auch das Ultner Brüderpaar Oswald (50) und Richard Wenin (54), das die Senior-Master-Kategorie in Sachen Tagessiege beherrscht. Der heutige war ihr fünfter Sieg in Folge. Mit einer Zeit von 4:10.44 Stunden lagen sie über 32 Minuten vor dem Schweizer Team Thomas Sommer/Kurt Scherrer. Platz drei ging an die ärgsten Konkurrenten der Ultner, die Deutschen Jörg Schreiber und Thomas Miksch. Sie büßten heute 36.23 Minuten auf Wenin/Wenin ein. Oswald Wenin war im Ziel selbst überrascht, wie groß der Vorsprung auf Schreiber/Miksch war: "Uns hat man erst hier gesagt, dass die beiden heute viel auf uns verloren haben, auf der Strecke haben wir sie nicht mehr gesehen", so Wenin. Dies, obwohl sein Bruder Richard nicht den besten Tag erwischt habe und müde gewesen sei.

Nach der heutigen Glanzleistung der beiden Ultner ist der Vorsprung von Schreiber/Miksch in der Gesamtwertung dieser Kategorie auf nur mehr 10.42 Minuten zusammengeschrumpft. "Unser Ziel war eigentlich immer, in Sulden anzukommen und dann zu schauen, was herausschaut", so Oswald Wenin, "aber jetzt lebt die Hoffnung!"

Bemerkenswert ist schließlich auch der zweite Platz, den die Trentiner Andrea Gottardi und Silvano Fedel heute in der Masterklasse der Männer einfahren konnten. Sie erreichten St. Valentin mit der insgesamt sechstbesten Zeit von 3:59.40 und damit gerade einmal 2.20 Minuten hinter der in dieser Kategorie überragenden Paarung Urs Jenzer und Ruedi Bärtschi aus der Schweiz.

Die heutige siebte Etappe, die erste von zwei mit Ziel in Südtirol, war für Transalpine-Run-Verhältnisse fast schon gemütlich, deswegen aber nicht minder spektakulär. Vor allem der Steig durch die Uinaschlucht und die Panoramatrails in der Sesvennagruppe gehörten zu den landschaftliche Highlights der diesjährigen Strecke. Insgesamt war die Etappe 37,8 Kilometer lang und führte die Läufer über 1633 Höhenmeter im Auf- und 1369 Meter im Abstieg endgültig auf die Südseite des Alpenhauptkamms.


Morgen endet das Rennen in Sulden

Morgen geht es von St. Valentin zunächst hinunter nach Glurns, von dort über Gomagoi zur Tabaretta-Scharte (2903 Meter) und zum Bärenjoch (2871 Meter), bevor nach 42,6 Kilometern, 2381 Höhenmetern im Auf- und 1934 Höhenmetern im Abstieg das Sportzentrum von Sulden erreicht wird, wo der 11. Trasnalpine-Run zu Ende geht. In acht Etappen haben die Läufer dann mehr als 268 Kilometer und 16.310 Höhenmeter allein im Aufstieg hinter sich gebracht.

Autor: sportnews

Kommentare ( ... )

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..