4 Extremsport

Patrick von Känel (SUI2) schaffte es nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen als Zweiter ins Ziel. © zooom/Christian Lorenz

X-Alps: Die ersten 4 Athleten sind im Ziel

Patrick von Känel (SUI2) belegte am Dienstag nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Österreicher Simon Oberrauner (AUT2) den zweiten Platz bei Red Bull X-Alps 2021. Er startete vom letzten Turnpoint (Schmittenhöhe) und landete kurz nach 13.30 Uhr auf dem schwimmenden Floß im glitzernden Wasser des Zeller Sees. Er folgt damit Chrigel Maurer (SUI1), der am Montagabend das Floß erreichte und damit seinen siebten Sieg in Folge beim Hike-and-Fly-Rennen durch die Alpen bestätigte.

Am Dienstagmorgen, nach dem Abwarten eines Sturms in Norditalien, waren Oberrauner und der Franzose Maxime Pinot (FRA1) vorne und starteten gemeinsam mit Patrick von Känel. Doch im Kampf in der Luft triumphierte der Schweizer. Nachdem er beim finalen Turnpoint auf der Schmittenhöhe über Zell am See landete, packte er seinen Schirm und sprintete zum Signboard, Oberrauner lag nur 100 Meter hinter ihm. Blitzschnell flog er anschließend zum Landungsfloß, erst dort blieb die Uhr stehen.


„Wir waren alle so dicht beieinander. Einmal war Simon vorne, einmal Maxime, es war nur eine Frage, wer mehr Glück hat, und das war am Ende ich.„ Er konnte seine Freude gar nicht in Worte fassen: „Es ist schwer, das Gefühl jetzt zu beschreiben“, sagte von Känel. Zehn Minuten später landete Oberrauner. Er konnte seinen Jubel über den Platz auf dem Podium nicht mehr zurückhalten: „Ich freue mich riesig! Es ist unfassbar. Das ist mehr, als ich mir je vorstellen konnte. Es gab Momente, in denen ich dachte, oh mein Gott, das war hart, aber ich wollte nie aufgeben. Ich habe es wirklich genossen. Jetzt bin ich hier und bin einfach nur glücklich darüber.“

Eine harte Ausgabe
Dieses Jahr war die bisher härteste Ausgabe der Red Bull X-Alps, bei der die Athleten eine 1.238 km lange Strecke durch fünf Länder bewältigen mussten und dabei nicht nur gegeneinander, sondern auch gegen noch größere Gegner kämpfen mussten - Gewitter, Sturm und sengende Hitze.

Zuvor hatte Maurer von seinem historischen Sieg gesprochen: „Endlich bin ich wieder hier. Als Sieger, schon zum siebten Mal“, sagte er. „Es ist etwas ganz Besonderes so zu gewinnen, ich bin sehr glücklich.“ Er fügte hinzu, dass die Konkurrenz in diesem Jahr stärker war als je zuvor: „Es war ein neues Rennen für mich und es war nicht klar, dass ich wieder gewinnen werde. Die anderen Athleten sind sehr stark, es gibt bessere Teams und man konnte sehen, dass es sieben Tage lang ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen und ein echter Kampf war.“

Um 14.30 Uhr legte auch Maxime Pinot (FRA1) eine perfekte Landung auf dem Floß hin, konnte aber seine Enttäuschung nicht verbergen. Er führte das Rennen anfangs an, fiel in der Rangliste zurück, schaffte dann ein heldenhaftes Comeback und flog vor drei Tagen noch Flügel an Flügel mit Maurer um den Mont Blanc. In den letzten 48 Stunden lag er die meiste Zeit auf dem zweiten Platz. „Natürlich bin ich sehr enttäuscht. Aber ich möchte Chrigel, Patrick und Simon gratulieren. Der vierte Platz fühlt sich falsch an, aber einer muss ihn haben.“

Sowohl Benoît Outters (FRA2) als auch der Kastelruther Tobias Großrubatscher (ITA2) haben für die heutige Nacht ihren Night Pass gezogen und versuchen, zu Fuß weiter voranzukommen. Großrubatscher befindet sich derzeit auf Rang 8, knapp hinter dem Meraner Aaron Durogati. Er liegt momentan auf Platz 7.

Hier geht es zum Livetracking der X-Alps

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