4 Extremsport

Hier schweben Markus Anders und Aaron Durogati (r.) über die bayrischen Seen hinweg. © www.redbullmediahouse.com

X-Alps: Durogati jagt das Spitzen-Trio

Bei dem wohl härtesten Extremsportrennen der Welt, den Red Bull X-Alps 2021, spitzt sich die Spannung zu. Im Grenzgebiet zwischen Bayern und Nordtirol mischen auch zwei Südtiroler im vorderen Feld mit.

Nach einem genialen Schachzug am Vorabend lag der amtierende Champion Chrigel Maurer gleich zu Beginn des dritten Tages dort, wo er sich am wohlsten fühlt – an der Spitze des Feldes. In der letzten Stunde der Flugzeit konnte der Schweizer einen 20-km-Vorsprung auf seine Verfolger herausfliegen. Doch falls er ab diesem Zeitpunkt einen einfachen Rennverlauf erwartet hatte, sollte er enttäuscht werden.


Nach einem 1.000-hm-Aufstieg zum Gipfel des Grasköpfels, einem kleinen Berg an der deutsch-österreichischen Grenze, wartete er heute Morgen über eine Stunde auf bessere Startbedingungen. Er kommentierte die Lage so: „Es ist gut zu warten, bis die Thermik da ist und man fliegen kann, aber wenn es keine Thermik gibt, ist es nicht gut zu warten.“

Er startete, landete, startete wieder und kämpfte darum, in der Luft zu bleiben, bevor er sich erneut zur Landung gezwungen sah und den nächsten Berg zu Fuß aufstieg. Hinter ihm lagen elf Athleten weniger als 40 km (ca. eine Stunde Flugzeit) entfernt, doch sie alle waren mit ähnlichen Bedingungen konfrontiert und mussten sich durch Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit kämpfen.

Chrigel Maurer beim Abflug. © www.redbullmediahouse.com

An der Spitze lag der Fokus auf Turnpoint 5, Lermoos, in der Tiroler Zugspitz Arena. Maurer traf um 13:20 Uhr als Erster ein, Patrick von Känel (Schweiz) kam 20 Minuten später an. Die Bedingungen waren turbulent und rau für die ankommenden Athleten, da sie auf starken Talwind trafen. Benoît Outters (Frankreich) erreichte den Turnpoint an dritter Stelle zu Fuß.

Mittlerweile haben diesen auch der Meraner Aaron Durogati und der Kastelruther Tobias Großrubatscher passiert. Durogati nutzte in der Folge die gute Thermik um sich bis auf den vierten Platz vorzuschieben. Er klebt dem Führungstrio mittlerweile an den Fersen. Großrubatscher hat am frühen Dienstagabend die siebte Position inne.
Regen und Gewitter drohen
Ulrich Grill, Rennorganisator, sagte: „Das Rennen ist weiterhin spannend und schnell, wenn auch nicht so schnell wie gestern. Das Terrain zwischen dem Achental und Lermoos ist nicht einfach, da die Athleten einige Täler überqueren müssen. Außerdem steuern sie auf eine leichte Wetterfront zu, die Regen und mögliche Gewitter mit sich bringen könnte und sie ausbremsen wird.“

Am Ende des Feldes sah es für den Russen Andrei Mashak nicht gut aus, er lag auf dem letzten Platz, 20 km hinter Nick Neynens (Neuseeland). Nachdem er bereits gestern seinen Night Pass gezogen hatte, hat er nun keine weiteren Trümpfe mehr in der Hand. Alles hängt davon ab, was er heute noch tun kann, um im Rennen zu bleiben.


Hier geht's zum Livetracking der X-Alps.

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