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X-Alps: Spektakel am Mont Blanc

Ein bewaldeter Bergrücken oberhalb des französischen Dorfes Saint-Jean-d'Aulps im Département Haute Savoie war am Samstag Schauplatz eines packenden Duells zwischen dem sechsfachen Champion Chrigel Maurer und dem Herausforderer Maxime Pinot, als sie das Mont-Blanc-Massiv ins Visier nahmen.

Beide kämpften darum, auf der Ostseite des Berges, der sonnigen Seite, an Höhe zu gewinnen, doch jedes Mal, wenn sie etwas aufsteigende warme Luft erwischten, wurden sie von einem Westwind wieder nach unten gedrückt. 15 Minuten lang ging es auf und ab. Plötzlich, als sie darum kämpften, über den Grat zu kommen, kam ein weiterer Athlet hinzu: der Franzose Benoît Outters, der aufgrund des Schlechtwetters zwei Tage zuvor 78 km zu Fuß gelaufen war.


Pinot erreichte als erster die nötige Höhe. Doch anstatt ihn davonfliegen zu lassen, arbeiteten Maurer und Outters zusammen, um den nötigen Auftrieb zu finden. Schließlich schafften auch sie es nach oben und machten sich mit 40 km/h auf die Verfolgung von Pinot.

Unglaubliches Niveau
Ulrich Grill, der Rennorganisator, sagt: „Das Rennen ist in vollem Gange und so spannend wie noch nie. Die ersten drei Athleten waren noch nie so dicht zusammen mit so vielen Herausforderern direkt dahinter. Es ist unglaublich, wie sich die Top-Athleten gegenseitig pushen. Alle Augen sind jetzt auf den Mont Blanc gerichtet. Es ist der größte Berg und die größte Herausforderung entlang dieser Route, der härtesten in der Geschichte der Red Bull X-Alps.“

Um den Turnpoint Mont Blanc zu bezwingen, müssen ihn die Athleten westlich durchqueren, und auf diesem Weg die Grenze nach Italien passieren. Das bedeutet, dass sie entweder genug Höhe haben müssen, um einen Pass zu überwinden – den 3.342 m hohen Col de Miage – oder es wird ein brutaler Aufstieg zu Fuß, der der Route mindestens 20 Streckenkilometer und etwa 2.000 Höhenmeter hinzufügen würde. Das wollen alle drei am Tag mit dem bisher vielversprechendsten Wetter unbedingt vermeiden.
Südtiroler gehen Hand in Hand
Nach zwei Eliminierungen und zwei verletzungsbedingten Ausfällen sind nur noch 25 Athleten im Rennen, darunter Aaron Durogati und Tobias Großrubatscher. Die beiden Südtiroler befinden sich fast gleichauf auf den Rängen sieben bzw. acht.

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