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Milans neuer Knipser Goncalo Ramos brachte Portugal ins Achtelfinale. © ANSA / MIGUEL A. LOPES

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Milans neuer Knipser Goncalo Ramos brachte Portugal ins Achtelfinale. © ANSA / MIGUEL A. LOPES

19 Minuten Nachspielzeit! Portugal zittert sich weiter

19 Minuten Nachspielzeit, ein Tor von Cristiano Ronaldo und des neuen Milan-Bombers: Das Sechzehntelfinale bei der Fußball-WM zwischen Portugal und Kroatien hatte in der Nacht auf Freitag (MEZ) einiges zu bieten.

Milans neuer Topstürmer führte Portugal ins Achtelfinale: Goncalo Ramos traf in der 94. Minute gegen aufopferungsvoll kämpfende Kroaten zum späten 2:1-Sieg. Damit drehten die Portugiesen die Partie. Doch anschließend war diese noch nicht fertig.


Fest steht: Portugal gegen Kroatien wird in die Geschichte eingehen. Nicht nur wegen des Duells zweier Fußball-Giganten, sondern vor allem wegen einer zweiten Halbzeit, die unglaubliche 64 Minuten dauerte. In dieser Zeit fielen nacheinander das 1:0 durch Ivan Perišic, das 1:1 durch Ronaldo per Elfmeter, das 2:1 durch Ramos in der 94. Minute, das 2:2 durch Josko Gvardiol in der 104. Minute – und nur kurz darauf wurde dieser Treffer wegen einer Abseitsstellung aberkannt.

Ivan Perisic hatte Kroatien in Führung gebracht. © APA/afp / KAMIL KRZACZYNSKI

Ivan Perisic hatte Kroatien in Führung gebracht. © APA/afp / KAMIL KRZACZYNSKI


Eine Entscheidung, die für Diskussionen sorgen wird: Es ist kaum zu erkennen, ob Matanovic den Ball mit dem Kopf berührt, bevor er zu Pašalic und von dort zum Torschützen Gvardiol gelangt. Der Schiedsrichter entschied auf Ballberührung und annullierte den Treffer. Insgesamt gab es 19 Minuten Nachspielzeit. Hinzu kamen drei weitere aberkannte Tore, eine Reihe hochkarätiger Chancen und die Auswechslung Ronaldos, der seinen Unmut deutlich zeigte. Mehr als eine Stunde Fußball, die ihresgleichen sucht.

Spektakuläre zweite Halbzeit

Nach der Pause verändert sich das Spiel komplett. Plötzlich reiht sich eine spektakuläre Szene an die nächste. Kroatien geht durch die Einwechslung von Matanovic für Budimir deutlich offensiver vor, erhöht den Druck und verschiebt den Schwerpunkt nach vorne. Portugal gerät ins Wanken, vor allem weil die Kontrolle im Mittelfeld verloren geht.

Cristiano Ronaldo traf per Elfmeter zum Ausgleich. © APA / DAN MULLAN

Cristiano Ronaldo traf per Elfmeter zum Ausgleich. © APA / DAN MULLAN


Angetrieben von den Vorstößen von Sucic, den Bewegungen von Kovacic und den Angriffen von Perišic drängte Kroatien Portugal in die Defensive. In der 53. Minute verwertete Perišic eine Flanke von Stanišic eiskalt zum 1:0. Nach VAR gibt es in der 68. Minute Elfmeter für Portugal: Totenstille im Stadion. Ronaldo tritt an, täuscht den Torhüter und schießt zentral zum 1:1 ein. Es ist sein erstes Tor in einer K.-o.-Runde einer Weltmeisterschaft, sein insgesamt 146. Länderspieltor in 232 Einsätzen – erzielt im Alter von 41 Jahren und 147 Tagen.

In der 82. Minute nahm Portugals Trainer Martínez Ronaldo dennoch vom Feld. Für viele beinahe eine Majestätsbeleidigung: Ronaldo verzog das Gesicht und verließ den Platz schließlich widerwillig. Und Martínez behält recht. Nur wenige Minuten später stieg Gonçalo Ramos nach einer perfekten Flanke von Rafael Leão höher als alle anderen und köpfte wie ein klassischer Mittelstürmer zum 2:1 ein. Eine Milan-Kombi quasi, wobei der 74-Millionen-Mann dort wohl nicht mehr mit dem abwanderungswilligen Leão spielen wird.

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