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England kassierte einen ersten Dämpfer bei der WM 2026. © ANSA / GREG M. COOPER

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England kassierte einen ersten Dämpfer bei der WM 2026. © ANSA / GREG M. COOPER

Alle Zähne ausgebissen: England stolpert gegen Ghana

Trotz aller Überlegenheit auf dem Rasen ist die englische Nationalmannschaft in der Nacht zu Mittwoch nicht über ein Remis gegen Außenseiter Ghana hinausgekommen.

Englands Star-Offensive um Superstürmer Harry Kane ist an Ghanas Abwehr-Bollwerk verzweifelt und hat auf seiner Titel-Mission bei der Fußball-WM einen herben Dämpfer kassiert. Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel kam gegen die Afrikaner nicht über ein 0:0 hinaus und verpasste die vorzeitige Qualifikation für die K.o.-Runde. Die Three Lions bleiben zwar Tabellenführer der Gruppe L, doch der Auftritt bremst die Hoffnung der Fans auf den zweiten WM-Stern der Verbandsgeschichte.


Die besten Chancen vergaben Nico O'Reilly mit einem Kopfball an die Latte und Kane mit dem Nachschuss in der 86. Minute. Vor 63.983 Zuschauern in Boston verpasste der Bayern-Torjäger die Chance, sich zum alleinigen WM-Rekordtorschützen Englands zu krönen. So muss er sich die Zehn-Tore-Bestmarke weiterhin mit Gary Lineker teilen.

Schamane wollte Kane mit Fluch belegen

Oft kam Ghana nicht an den Ball, England war drückend überlegen. Dass man trotz rund 80 Prozent Ballbesitz in der ersten Halbzeit ohne Torerfolg blieb, versetzte Tuchel in Rage. Im letzten Drittel fehlte dem Favoriten die Konsequenz und die Präzision.

Harry Kane konnte sein Pech teilweise selbst nicht fassen. © APA/afp / FRANCK FIFE

Harry Kane konnte sein Pech teilweise selbst nicht fassen. © APA/afp / FRANCK FIFE


Die Folge übernatürlicher Kräfte? Ein afrikanischer Schamane hatte nämlich vor dem Spiel angekündigt, Kane mit einem Fluch zu belegen. „Es wird ihn davon abhalten, Tore zu schießen“, kündigte Nana Kwaku Bonsam gegenüber dem „Daily Star“ an und behielt Recht. Es dauerte bis zur Nachspielzeit der ersten Hälfte, bis Kane erstmals in Szene gesetzt wurde.

David Beckham sieht enttäuschende Engländer

Das Spiel bot so gut wie keine Highlights. Zweimal wurde es in den ersten 60 Minuten laut: Einmal, als die Fans ihren Unmut über die Trinkpause äußerten. Und einmal, als David Beckham eingeblendet wurde. Ghana verteidigte und machte es Englands Offensive schwer. Beide Torhüter waren lange Zeit quasi beschäftigungslos.

Ghana machte England das Leben schwer. © APA/afp / FRANCK FIFE

Ghana machte England das Leben schwer. © APA/afp / FRANCK FIFE


Mitte der zweiten Halbzeit startete England zwar mal wieder eine Drangphase, doch entweder die Schüsse von Noni Madueke und Anthony Gordon waren abermals zu unplatziert oder Kanes Kopfball flog weit über die Latte. Statt Treffer prägten viele ruppige Zweikämpfe die Partie. Am letzten Spieltag der Gruppenphase ist England klarer Favorit gegen Panama. Ghana trifft auf Kroatien. Auch die Afrikaner haben weiter gute Aussichten, sich für das Sechzehntelfinale zu qualifizieren.

Schlagwörter: Fussball WM 2026 England Ghana

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