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Riesenjubel bei der Schweiz: Die Eidgenossen stehen im Viertelfinale. © APA / DAVID RAMOS

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Riesenjubel bei der Schweiz: Die Eidgenossen stehen im Viertelfinale. © APA / DAVID RAMOS

Elfer-Krimi bringt Schweiz letztes Viertelfinal-Ticket

Die Schweiz hat nach einem Elfmeter-Krimi Kolumbien aus dem Turnier geworfen und darf erstmals seit 1954 wieder im Viertelfinale einer Fußball-Weltmeisterschaft antreten.

Das 4:3 (0:0, 0:0) im Elfmeterschießen beschert dem Team um Kapitän Granit Xhaka das heiß ersehnte Duell mit Lionel Messi und dessen Argentiniern. Ruben Vargas verwandelte den entscheidenden Elfmeter.


Zuvor war in 120 Spielminuten und allen Nachspielzeiten vor 52.497 Zuschauern kein Tor gefallen. Kolumbien mit dem unauffälligen Bayern-Star Luis Diaz muss den erstmaligen WM-Triumph unerwartet früh abhaken und hat den zweiten Einzug ins Viertelfinale nach 2014 nach einem packenden Duell verpasst.

Am Sonntag (3.00 Uhr) wird es in Kansas City damit zwar nicht zum Südamerika-Klassiker kommen. Dafür haben die Schweizer die Chance, erstmals überhaupt in ein Halbfinale einzuziehen. Argentinien geht aber als klarer Favorit in die Partie.

Sieggarant für die Schweiz: Tormann Gregor Kobel. © APA / LUKE HALES

Sieggarant für die Schweiz: Tormann Gregor Kobel. © APA / LUKE HALES


Die Partie in Vancouver war die letzte von insgesamt 26 dieses Turniers, die außerhalb der USA stattfanden. Vom Viertelfinale Marokko gegen Frankreich an diesem Donnerstag wird das restliche Turnier nur noch in den USA ausgetragen. Auf den Rängen dominierte in Vancouver nur eine Farbe: Gelb.

James Rodríguez bleibt blass

Zum wiederholten Male relativ wirkungslos trat Kolumbiens Fanliebling James Rodríguez auf. Der 34 Jahre alte Offensivspieler konnte Kolumbiens Spiel trotz zentraler Rolle im System von Nestor Lorenzo nie so prägen wie in früheren Jahren. Bei der WM 2014, dem zuvor einzigen WM-Viertelfinaleinzug der Cafeteros, hatte Rodríguez noch alle drei Tore der Kolumbianer in der K.-o.-Phase erzielt. Nach 66 Minuten war für den Routinier Schluss.

Lange zeichnete sich nicht ab, wer den Rasen als Sieger verlassen könnte. So ging es auch mit der von vielen Unterbrechungen geprägten Nullnummer in die Verlängerung. Dort hätte Davinson Sanchez (93.) nach einem Freistoß zum Helden der Cafeteros werden können, doch Kolumbiens Innenverteidiger verzog.
Jhon Lucumi scheiterte mit einem Kopfball an der Querlatte. © APA / DAVID RAMOS

Jhon Lucumi scheiterte mit einem Kopfball an der Querlatte. © APA / DAVID RAMOS

Das galt auch für seinen Kollegen Jhon Lucumi, der nach einer Ecke wuchtig an die Latte köpfte. Kolumbien drückte nun massiv auf die Führung und ließ dabei hinten eine Großchance zu, als der unmittelbar zuvor eingewechselte Zeki Amdouni an Torhüter Camillo Vargas scheiterte. Die Entscheidung musste nach 120 torlosen Minuten vom Punkt fallen. Zwar verschoss der Schweizer Manuel Akanji, doch die Kolumbianer verfehlten gleich zweimal.


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