
Hatten alle Hände voll zu tun: Die Greenkeeper in Philadelphia. © APA/afp / ROBERTO SCHMIDT
Frankreich scherzt nach Regenschlacht: „Haben Karten gespielt“
Die Regenschlacht von Philadelphia mit einer fast zweistündigen Verzögerung hat die Spieler mental an ihre Grenzen gebracht. Am Ende siegte Frankreich gegen den Irak standesgemäß.
23. Juni 2026
Von: cst/dpa/apa
„Es kam mir endlos vor, aber wir blieben professionell. Wir sagten uns, dass wir mit der gleichen Einstellung zurückkommen mussten. Wir machten Mobilitätsübungen, wir unterhielten uns, der Trainer auch. Es war lang, das gebe ich zu“, sagte Mittelfeldspieler Manu Koné nach dem 3:0 seiner Franzosen gegen den Irak bei der Fußball-WM.
Auch Doppeltorschütze Kylian Mbappé betonte die Herausforderung für die Psyche. „Mental war es sehr anstrengend, da wir konzentriert und fokussiert bleiben mussten. Zwei Stunden in der Kabine zu verbringen, erfordert viel Kraft“, berichtete der Angreifer von Real Madrid.
Zweistündige Unterbrechung
Mit dem Halbzeitpfiff waren die Besucher aufgrund eines drohenden Unwetters aufgefordert worden, die Tribünen zu verlassen. „Ein heftiges Gewitter naht. Suchen Sie bitte Schutz“, teilten die Veranstalter über die Lautsprecher mit. Rund zwei Stunden später kamen die Spieler wieder aufs Feld, letztlich vergingen knapp vier Stunden vom Anpfiff bis zum Abpfiff.Trainer Didier Deschamps berichtete von einer „guten Zeit“ mit seinen Spielern während der Pause. „Wir haben Karten gespielt. Wir haben gescherzt. Es ist eine Frage der Sicherheit. Man kann gegen Regen und Gewitter nichts machen. Das nervt mich nicht. Das sind besondere Umstände. Ich hoffe, das passiert nicht nochmal“, sagte der Erfolgscoach nach dem vorzeitigen Einzug in die K.o.-Phase.
Irak-Trainer Graham Arnold vertrieb sich die Zeit mit einer etwas längeren Videoanalyse. Vergeblich, denn nach der Pause dominierten die Franzosen den krassen Außenseiter fast durchweg. „Die Spieler mussten entspannt bleiben und sich dann vorbereiten, als es weiterging. Das war eine einzigartige Erfahrung. Es ist das erste Mal, dass mir so etwas im Fußball widerfahren ist. Zwei Stunden Unterbrechung machen es für die Spieler noch schwerer“, sagte der Australier.
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