S+
Ein Bild spricht Bände: Manzambi, Embolo und Co., die Bosner sind entsetzt. © ANSA / PETER KLAUNZER

a Nationalteams

Ein Bild spricht Bände: Manzambi, Embolo und Co., die Bosner sind entsetzt. © ANSA / PETER KLAUNZER

Fünf späte Tore: Schweiz schlägt den Italien-Schreck

Es war ein glasklarer, aber hart erarbeiteter Sieg: Die Schweizer Nationalmannschaft hat bei der Fußball-WM in Nordamerika ihren ersten Dreier eingefahren. Die K.o.-Phase ist zum Greifen nahe.

Die „Nati“ landete ein 4:1 gegen Bosnien-Herzegowina. Das Ergebnis spiegelt aber nicht den Spielverlauf wider. Erst Joker Johan Manzambi knackte die bosnische Defensive in der 74. Minute. Der ebenfalls eingewechselte Rubén Vargas (84.), erneut Manzambi (90.) und Granit Xhaka (90.+7/Foulelfmeter) sorgten für die weiteren Schweizer Tore. Ermin Mahmic (90.+3) erzielte den Ehrentreffer der Bosnier, die in der WM-Quali Italien ausgeschaltet hatten.


Die Schweiz geht nun mit vier Punkten ins letzte Gruppenspiel gegen Co-Gastgeber Kanada. Bosnien, das von der 80. Minute an wegen einer Roten Karte für Tarik Muharemovic in Unterzahl spielte, hat mit nur einem Zähler aus zwei Spielen dagegen keine guten Karten mehr.

Überzahl auf den Rängen, Unterzahl auf dem Platz

Die Schweiz wurde ihrer Rolle als Favorit zwar gerecht, übernahm sofort die Spielkontrolle und kam auch rasch zu ersten Chancen, doch Dan Ndoye fehlte die Präzision im Abschluss für echte Torgefahr. Bosnien-Herzegowina hatte im hochmodernen Los-Angeles-Stadion vor 70.022 Zuschauern dafür akustisch auf den Rängen ein deutliches Übergewicht.

In dieser Szene bringt Tarik Muharemovic Breel Embolo zu Fall. Es folgte der Ausschluss. © APA / RICHARD HEATHCOTE

In dieser Szene bringt Tarik Muharemovic Breel Embolo zu Fall. Es folgte der Ausschluss. © APA / RICHARD HEATHCOTE


Ndoye von Nottingham Forest war der Einzige, der es im Strafraum zu Abschlüssen brachte, der Versuch von Bolognas Remo Freuler (23.) aus der Distanz stand symbolisch für die Schwierigkeiten der Eidgenossen. Für das Team von Trainer Sergej Barbarez hatte Altstar Edin Dzeko die erste Halbchance, nach 32 Minuten traf er aber im Strafraum den Ball nicht richtig.

Umjubelte Schweiz-Führung

Amar Dedic zwang BVB-Keeper Gregor Kobel in der 68. Minute dann zu einer Parade, nach der zweiten Trinkpause reagierte Yakin mit einem Dreifach-Wechsel und brachte Djibril Sow, Vargas und Manzambi. Der Freiburger war keine drei Minuten auf dem Platz, als er für die Führung sorgte.

In der Folge schwächte sich Bosnien-Herzegowina selbst. Sassuolos Muharemovic, der von Juve umworben wird, versuchte, den frei auf das Tor zulaufenden Embolo zu stoppen – und konnte sich nur noch mit einer Notbremse behelfen. Die Rote Karte war die richtige Entscheidung. Wenig später beseitigte Vargas mit seinem Tor alle Zweifel an dem Schweizer Sieg, ehe in einer unterhaltsamen Schlussphase noch drei weitere Treffer fielen.


Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben. Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen sie Ihre Profil-Angaben, um Kommentare zu schreiben.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2026 First Avenue GmbH