
Riesiger Jubel bei Österreich nach dem Auftaktsieg. © APA / STU FORSTER
Gezittert, geärgert, gejubelt: Österreichs wilder WM-Start
Österreichs Nationalmannschaft ist am Mittwoch mit einem Sieg in die Weltmeisterschaft in Nordamerika gestartet. Die rot-weiß-roten Kicker mussten gegen Underdog Jordanien aber lange Zeit zittern.
17. Juni 2026
Von: apa/dpa/det
Österreich ist mit einem Zittersieg gegen Jordanien in seine langersehnte erste Weltmeisterschaft seit 28 Jahren gestartet und hat erstmals seit 1990 wieder ein WM-Spiel gewonnen. Die Mannschaft des deutschen Teamchefs Ralf Rangnick besiegte den Außenseiter bei dessen WM-Premiere mit 3:1. Vor 36 Jahren hatte es ein 2:1 in der Vorrunde gegen die USA gegeben.
Im San-Francisco-Bay-Area-Stadion profitierten die Österreicher nach einem Treffer von Romano Schmid in der 20. Minute diesmal auch von einem Eigentor von Yazan Al-Arab (77.) und einem verwandelten Handelfmeter von Marko Arnautovic in der Nachspielzeit (90.+12.).
Brachte die Wende: Marko Arnautovic. © APA / STU FORSTER
Das wenig überzeugende Team um Kapitän David Alaba und FC-Bayern-Allzweckwaffe Konrad Laimer konnte sich zudem bei seinem Torwart Alexander Schlager sowie der Latte bedanken, dass die guten Jordanier nicht mindestens einen Punkt mitnahmen. Für sie reichte es nur zum zwischenzeitlichen Ausgleich durch Ali Olwan (50.).
Gezittert
Die erste Hälfte verlief für Österreich noch planmäßig, da Romano Schmid mit einem sehenswerten Schuss aus 20 Metern genau in den Winkel traf und die vielen mitgereisten Fans erstmals jubeln ließ. Doch nach der Pause kamen die rot-weiß-roten Kicker mächtig ins Straucheln – und Jordanien zum Ausgleich. Olwan bekam auf der linken Seite viel zu viel Platz und machte mit einem Schlenzer das 1:1. Auch danach brannte es bei den Österreichern mehrmals lichterloh, so traf Olwan nur die Latte.Geärgert
Plötzlich durfte Österreich aber über den vermeintlichen Führungstreffer jubeln. Der eingewechselte Arnautovic, der überraschend nicht in der Startelf stand, traf nach einem Getümmel zum 2:1. Doch der Treffer wurde richtigerweise aberkannt: Stefan Posch hatte kurz vor dem Tor den Ball nämlich mit dem Arm berührt.Nach dem nicht gegebenen Treffer gab es Diskussionen. © APA / DEAN MOUHTAROPOULOS
Gejubelt
Kurz darauf durften sich die Österreicher dann doch noch freuen. Erneut war Arnautovic, der den Eigentor-Schützen Al-Arab nach einem Eckball im Zweikampf bedrängte, beteiligt. Der frühere Bundesligaprofi verwandelte auch in der Nachspielzeit einen nach Videobeweis gegebenen Handelfmeter zum Endstand.Im zweiten Spiel trifft Österreich am Montag auf Weltmeister Argentinien um Superstar Lionel Messi, der beim 3:0 für den Titelverteidiger in deren erstem Gruppenspiel gegen Algerien alle drei Tore erzielte.
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