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Alle stürmen auf Lionel Messi zu. © APA/afp / THOMAS COEX

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Alle stürmen auf Lionel Messi zu. © APA/afp / THOMAS COEX

Irre Schlussminuten: Argentinien steht im WM-Finale

Lionel Messi steht erneut kurz vor dem WM-Gipfel, Harry Kane ist nach dem geplatzten Traum im Tal der Tränen.

In einem hoch intensiven Halbfinale in Atlanta setzte sich Titelverteidiger Argentinien mit 2:1 gegen das von Thomas Tuchel trainierte England durch. Während die Three Lions 60 Jahre nach ihrem einzigen Triumph weiter warten müssen, treffen Messi und Co. am Sonntag in New York auf Spanien.


Vor 68.239 Fans ging England durch Anthony Gordon (55. Minute) in Führung und hielt diesen Vorsprung bis in die Schlussminuten hinein. Doch dann stellte Argentinien das Match binnen weniger Augenblicke auf den Kopf. Enzo Fernandez erzielte mit einem Weitschuss den Ausgleich (85.), ehe Lautaro Martínez (90.+2) sein Team mit einem Kopfball nach herrlicher Messi-Flanke in den siebten Finalhimmel schoss.

Die entscheidende Szene: Nach einer Flanke von Messi trifft Lautaro Martinez zum 2:1. © APA / RICHARD PELHAM

Die entscheidende Szene: Nach einer Flanke von Messi trifft Lautaro Martinez zum 2:1. © APA / RICHARD PELHAM


Dass dieses sechste WM-Duell der beiden Nationen mehr als nur ein Fußballspiel war, war schon weit vor dem Anpfiff zu spüren. Ob der auf der Anzeigetafel eingeblendete Sir David Beckham oder der abgespielte Britpop – alles Englische wurde von den sich deutlich in der Überzahl befindenden argentinischen Fans gnadenlos ausgepfiffen. Selbst die Hymne „God save the king“ war nicht zu verstehen.

Wie in einem Boxring

Vor dem Anpfiff hatte der bekannte Box-Ansager Michael Buffer seinen Auftritt bei der Vorstellung der Teams. Als es losging, fühlte man sich wie im Boxring. Schon nach drei Minuten musste US-Schiedsrichter Ismail Elfath die erste Rudelbildung auseinanderbringen.

Lionel Messi greift nach seinem zweiten WM-Titel. © APA / SHAUN BOTTERILL

Lionel Messi greift nach seinem zweiten WM-Titel. © APA / SHAUN BOTTERILL


Zunächst war es ein chancenarmes, aber bemerkenswert intensives Spiel. Hohe Laufbereitschaft und enorme Aggressivität auf beiden Seiten sorgten für viele Unterbrechungen. Nach 20 Minuten musste Argentiniens Torwart Emiliano Martinez den ersten Ball halten, der Abschluss von Reece James war aber kein Problem.

Nach der Pause wird's wild

Erst nach der Pause nahm das Spiel endlich auch in Sachen Torchancen Fahrt auf. Julian Alvarez (47.) scheiterte zunächst an England-Keeper Jordan Pickford, beim zweiten Versuch drosch der Stürmer den Ball ans Außennetz. Kurz darauf hatte England nach einer Ballbehauptung von Declan Rice Platz. Rogers flankte weit auf den langen Pfosten, dort stahl sich Gordon im Rücken von Nahuel Molina weg und traf zur Führung.

Hier traf Anthony Gordon zum zwischenzeitlichen Führungstreffer der Engländer. © APA/afp / ODD ANDERSEN

Hier traf Anthony Gordon zum zwischenzeitlichen Führungstreffer der Engländer. © APA/afp / ODD ANDERSEN


England stellte sich nun hinten rein, das Spiel sah teilweise aus wie eine Handball-Begegnung. Argentinien versuchte es über Flanken. Eine davon fand den Kopf des eingewechselten Nicolas Gonzalez (69.), Pickford rettete aber auf der Linie. Doch es blieb gefährlich, Alexis Mac Allister (76.) traf per Kopf nur den Pfosten. Fernandez zielte auf Vorlage von Messi aus 18 Metern genauer und erzielte den Ausgleich. Doch damit nicht genug: Messi nahm erneut Maß, diesmal auf Martínez, der den Ball ins englische Tor köpfte.

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