
Kennt vor dem Spiel die genaue Ausgangslage: ÖFB-Teamchef Rangnick. © APA/GEORG HOCHMUTH / GEORG HOCHMUTH
Knifflige Aufgabe: So kommt Österreich weiter
Österreichs Fußball-Nationalteam steht im letzten WM-Gruppenspiel vor einer kniffligen Aufgabe.
27. Juni 2026
Von: apa/sn
Die Österreicher benötigen am Sonntag (4.00 Uhr MESZ) in Kansas City gegen Algerien einen Punkt, um als Zweiter fix im Sechzehntelfinale zu stehen. Zu Spielbeginn werden sie zudem wissen, ob und welche Niederlage reichen würde, um auch als einer der acht besten Gruppendritten aufzusteigen. Damit würde die ÖFB-Auswahl in der ersten K.o.-Runde Spanien aus dem Weg gehen.
„Es ist keine Überraschung, dass es in diesem letzten Spiel für beide Mannschaften darum geht, sich zu qualifizieren“, erklärte ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick. „Darauf sind wir vorbereitet.“ Die genaue Ausgangssituation werde man erst kurz vor Anpfiff kennen, enden doch rund eine halbe Stunde davor erst die Abschlusspartien der vorletzten angesetzten Gruppe. „Es wird auf das Spiel aber keine Auswirkungen haben“, meinte Rangnick.
„Schande von Kansas City“ befürchtet
Weil nicht nur Österreich, sondern auch Algerien ein Remis zum Aufstieg reichen würde, befürchten internationale Medien in Anlehnung an die „Schande von Gijon“, als Österreich und Deutschland mit ihrem Nichtangriffspakt bei 0:1 ausgerechnet die Algerier aus dem WM-Turnier 1982 kegelten, bereits die „Schande von Kansas City“. „Wir werden die Mannschaft sicher nicht ins Rennen schicken und sagen, wir spielen unentschieden“, betonte Rangnick. „Wie sich das dann darstellt, wenn es noch fünf oder zehn Minuten geht, weiß ich nicht.“Die Vorkommnisse von Gijon hätten seiner Meinung nach keinen Einfluss mehr auf das, was in Kansas City passiert. „Zu dem Zeitpunkt, als dieses Spiel stattgefunden hat, war noch keiner der Spieler der beiden Mannschaften auf der Welt“, erinnerte Rangnick. Er selbst sei 24 Jahre alt gewesen und als Spieler gerade zum SSV Ulm gewechselt, mit dem er später in die 2. Bundesliga aufstieg. „Das zeigt, dass das mit dem Spiel hier und dem Ausgang sicher nichts zu tun haben wird.“