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Rund um die WM-Arena in Mexiko-City versammelten große Menschenmengen. © APA/afp / ALFREDO ESTRELLA

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Rund um die WM-Arena in Mexiko-City versammelten große Menschenmengen. © APA/afp / ALFREDO ESTRELLA

Lange Schlangen vor WM-Eröffnungsspiel

Schon fünf Stunden vor dem Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft haben sich am Aztekenstadion in Mexiko-City riesige Menschenmassen vor dem Einlass gebildet.

Bestens gelaunt sangen sie oder warteten einfach, bis die Türen für die Zuschauer bereits um 8.00 Uhr Ortszeit, eine Stunde früher als ursprünglich geplant, geöffnet wurden. Nicht wenige auch in typischen regionalen Outfits. Das erste Spiel dieser WM zwischen Mitgastgeber Mexiko und Südafrika wird um 13 Uhr Ortszeit (21 Uhr/live im SportNews-Ticker) angepfiffen.


Durch den Sperrbezirk rund um den Fußball-Tempel, in dem dem zum dritten Mal eine WM eröffnet wird, kamen nur wenige Autos nah an das Stadion. Im Umkreis von rund 1,6 Kilometern waren die Zufahrtsstraßen voll gesperrt. Mit großem Polizeiaufgebot sicherte die Stadt die Maßnahme ab.

Treffen am Abend vor dem Spiel brachte auch keine Lösung
Grund für die „Letzte Meile“ sind drohende Proteste, Demonstrationen und Blockaden. Die Stimmung in der Metropole am Fuße des Popocatépetl war in den Tagen vor dem Eröffnungsspiel – eine Neuauflage des ersten Matches bei der WM 2010 in Südafrika (1:1) – angespannt. Ausgelöst vor allem durch die Proteste und teilweise gewaltsamen Demonstrationen der radikalen Lehrergewerkschaft CNTE rückten immer wieder Hundertschaften von Polizei und Nationalgarde aus.


Eine Lösung des seit fast 20 Jahren andauernden Konflikts um eine Rentenreform ist nicht in Sicht. Auch ein weiteres Treffen mit Regierungsverantwortlichen nicht mal 24 Stunden vor dem Anpfiff des Mexiko-Spiels blieb ergebnislos.

Um das Auftaktspiel der WM und die anderthalb Stunden vorher beginnende Eröffnungsfeier abzusichern, haben die Behörden daher die sogenannte „Letzte Meile“ eingerichtet. Seit fünf Uhr morgens, also acht Stunden vor dem Spielbeginn, sind die Zufahrtsstraßen eine Meile vor dem Stadion voll gesperrt. Nur autorisierte Fahrzeuge dürfen weiter. Der Rest muss zu Fuß oder mit dem Rad die letzten 1,6 Kilometer zurücklegen.

Mütter von Vermissten demonstrieren nahe Stadion

Die Lehrergewerkschaft CNTE kündigte an, ihr Zeltlager im historischen Zentrum von Mexiko-Stadt beizubehalten. Eine Gruppe von Müttern von Vermissten demonstrierte am Tag des WM-Auftakts auf einer Hauptstraße nahe dem Stadion, wie im Fernsehen zu sehen war. In Mexiko gelten rund 130.000 Menschen als vermisst, viele von ihnen dürften Opfer der organisierten Kriminalität geworden sein.

Trotz der Proteste werde der Zócalo-Platz in der historischen Innenstadt für die Fans geöffnet, sagte die Bürgermeisterin von Mexiko-Stadt, Clara Brugada. Zuletzt war unklar gewesen, ob das Fan-Fest mit der Übertragung des WM-Auftakts auf Großbildleinwänden angesichts der aktuellen Lage möglich sein würde.

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