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Die Belgier jubeln über den Viertelfinaleinzug. © APA / LUKE HALES

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Die Belgier jubeln über den Viertelfinaleinzug. © APA / LUKE HALES

Nach dem Skandal: Belgien beendet WM-Party der USA

Belgien hat sich von der Kontroverse um US-Stürmer Folarin Balogun nicht beirren lassen und hat den Lauf der USA bei der Fußball-WM beendet.

Die „Roten Teufel“ setzten sich im Achtelfinal-Duell mit dem Co-Gastgeber in Seattle 4:1 (2:1) durch. Charles De Ketelaere traf zweimal zur belgischen Führung (9., 33.), Hans Vanaken (57.) und Romelu Lukaku (93.) ließen keine Zweifel am Sieger aufkommen. Für die USA konnte Malik Tillman (31.) per Freistoß zwischenzeitlich ausgleichen.


Nach Kanada und Mexiko verabschiedete sich damit auch der dritte Gastgeber dieser WM im Achtelfinale aus dem Turnier. Belgien darf trotz davor durchwachsener Vorstellungen weiter träumen. Am Freitag baut sich im Viertelfinale in Los Angeles nun Europameister Spanien als Gegner des Teams von Trainer Rudi Garcia auf.

Folarin Balogun setzte keine Akzente. © APA / LUKE HALES

Folarin Balogun setzte keine Akzente. © APA / LUKE HALES


Ein hämischer Social-Media-Post der Belgier auf die historische Polit-Farce sollte nach dem Schlusspfiff folgen. „Overturn this!“ („Hebt das auf!“), schrieb der Verband in Richtung US-Präsident Donald Trump und FIFA-Boss Gianni Infantino. „Ich denke, es gibt immer irgendwie Gerechtigkeit im Leben“, meinte Belgiens Mittelfeldmann Nicolas Raskin.

Balogun in Startelf, Belgien motiviert

Nach Diskussionen über seinen Einsatz bis zu Spielbeginn stand Balogun wenig überraschend in der Startelf. Der Monaco-Stürmer hatte sich im Turnierverlauf als einer der stärksten Akteure des Gastgebers präsentiert. Seine „Begnadigung“ nach einem Telefonat zwischen Trump und Infantino löste bei Fußball-Experten Ärger und Fassungslosigkeit aus.

Belgiens Fußballverband hatte mit Unverständnis auf die Entscheidung reagiert und weitere rechtliche Schritte angekündigt. US-Trainer Mauricio Pochettino sprach hingegen von einer fairen Entscheidung. Eines wurde klar: Balogun sollte in der Partie kein Faktor werden.

Charles De Ketelaere war der überragende Mann auf dem Platz. © APA / LUKE HALES

Charles De Ketelaere war der überragende Mann auf dem Platz. © APA / LUKE HALES


Das belgische Team ging ob der Vorgeschichte offenbar topmotiviert ans Werk. Nach nicht einmal zehn Minuten verstummte der Großteil der 66.925 Zuschauer im Football-Stadion der Seattle Seahawks erstmals. Der in Belgiens Anfangsformation gerückte Raskin ließ mit einem kurzen Antritt im Strafraum drei Amerikaner stehen, De Ketelaere vollendete in der Mitte. Die Führung war auch zu diesem Zeitpunkt verdient.

USA gleicht aus, doch Belgien ist zu stark

Bei den USA lief wenig zusammen. Nach einer halben Stunde Spielzeit hieß es dennoch 1:1. Balogun holte einen Freistoß heraus, Malik Tillman trat aus rund 20 Metern an. Thibaut Courtois hatte gegen den noch abgefälschten Schuss keine Chance. Während die Fans auf den Tribünen noch feierten, folgte eine kalte Dusche. Leandro Trossard flankte, De Ketelaere setzte sich im Kopfballduell mit US-Kapitän Tim Ream durch – Belgiens Führung war dank des Doppelpacks des Angreifers von Atalanta wiederhergestellt.

Nach Seitenwechsel kamen die USA druckvoll aus der Kabine, doch am Ende trafen nur noch die Belgier. US-Schlussmann Matt Freese kam nach einem langen Ball auf De Ketelaere aus dem Tor, der Belgier brachte beim Klärungsversuch des Keepers noch den Fuß dazwischen und Vanaken traf ins leere Tor. Der eingewechselte Lukaku nutzte einen weiteren Abwehrfehler zum Schlusspunkt.


Schlagwörter: Fussball WM 2026 belgien

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