
Die Enttäuschung stand Youri Tielemans und Co. ins Gesicht geschrieben. © APA / STU FORSTER
Nächste WM-Enttäuschung: Wieder kein Sieg für Belgien
Die „Goldene Generation“ der Belgier neigt sich langsam dem Ende zu. Für Kevin De Bruyne und Romelo Lukaku dürfte es die letzte Weltmeisterschaft sein. Doch auch im zweiten Spiel schöpften die Belgier nicht ihr gesamtes Potenzial aus.
21. Juni 2026
Von: dpa
Der große Favorit Belgien ist auch im zweiten WM-Spiel nicht über ein Unentschieden hinaus gekommen und geht nach einem 0:0 gegen Iran mit lediglich zwei Punkten ins letzte Gruppenspiel.
Angefangen hatte die Partie erwartungsgemäß: Belgien um Superstar Kevin De Bruyne übernahm sofort die Kontrolle und brachte den Ball früh in den Strafraum Irans. Irans Torwart Alireza Beiranvand war aber immer wieder zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Gegen Maxim De Cuyper (9.), Tielemans (22.) und erneut De Cuyper (44.) hielt der 33-Jährige das 0:0 fest.
Courtois hält sein Team im Spiel
Iran konzentrierte sich vor allem aufs Verteidigen und hatte große Schwierigkeiten, den Ball für länger als ein paar Sekunden in den eigenen Reihen zu halten. Die Belgier agierten dagegen oftmals zu ideenlos. Das krankheitsbedingte Fehlen von Man-City-Star Jeremy Doku fiel auf belgischer Seite ins Gewicht.Goalie Thibault Courtois bewahrte Belgien ein ums andere Mal vor einem Rückstand. © APA/afp / PATRICK T. FALLON
Schon in der 14. Minute musste Thibaut Courtois seine ganze Klasse zeigen, als er den Schuss von Hossein Kanaanizadegan zur Ecke lenkte. In der 25. Minute musste sich der Torwart von Real Madrid sogar geschlagen geben. Iran führte einen Freistoß flach aus, Mehdi Taremi traf aus der Drehung – nach minutenlanger Überprüfung zählte das Tor allerdings nicht. Taremi hatte mit dem Hintern im Abseits gestanden.Belgien nach Notbremse nur mehr zu zehnt
In der 53. Minute zwang Taremi Belgiens Torwart Courtois dann erneut zu einer Glanzparade, als er nach einem langen Einwurf im Strafraum aus elf Metern zum Abschluss kam. Auf der Gegenseite scheiterten die Abschlussversuche der Belgier immer wieder noch an einem ausgestreckten Bein eines iranischen Verteidigers oder an Torwart Beiranvand – wie in der 59. Minute, als er schon auf dem Boden liegend den Nachschuss von De Cuyper entschärfte und für Entsetzen sorgte bei allen belgischen Anhängern.In dieser Szene packt Irans Torwart Alireza Beiranvand (links) eine Monster-Parade aus. © APA/afp / ETIENNE LAURENT
Von der 66. Minute an spielte Belgien dann in Unterzahl. Ngoy verstolperte bei einem Rückpass den Ball und riss Taremi zu Boden, der ansonsten alleine auf Courtois zugelaufen wäre – die Rote Karte war die logische Folge. Die unerwartete Verantwortung in eigenem Ballbesitz stellte Iran allerdings vor eine Herausforderung. Das Team probierte auch in Überzahl bei jeder sich bietenden Gelegenheit, über schnelle Vorstöße in die Nähe des belgischen Tores zu kommen. In der 81. Minute kam so immerhin ein Distanzschuss von Ezatolahi zustande, den Courtois erst im Nachfassen sicherte. Am Ende blieb es beim torlosen Remis.Profil bearbeiten
Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.


Kommentare (0)