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Denzel Dumfries (links) und Wout Weghorst scheiterten mit der Niederlande früh. © APA/afp / ALFREDO ESTRELLA

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Denzel Dumfries (links) und Wout Weghorst scheiterten mit der Niederlande früh. © APA/afp / ALFREDO ESTRELLA

Nächstes Drama: Auch die Niederlande scheitert

Nach Deutschland ist auch die Niederlande in der Nacht auf Dienstag (MEZ) bei der Fußball-WM im Sechzehntelfinale gescheitert.

Marokko steht bei der Fußball-WM im Achtelfinale. Im ersten Schlager der K.o.-Phase setzte sich der WM-Vierte von 2022 in der Nacht auf Dienstag in Monterrey gegen die Niederlande mit 3:2 im Elfmeterschießen durch. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung war es 1:1 gestanden. Cody Gakpo traf in der 72. Minute für „Oranje“, der aufgerückte Issa Diop glich in der 91. Minute für die lange spielbestimmenden Nordafrikaner aus.


In der Elfer-Entscheidung verschossen mit Justin Kluivert, Quinten Timber und Crysencio Summerville drei Niederländer, die Marokkaner konnten die Fehlschüsse von Neil El Aynaoui und Achraf Hakimi verkraften. In der Runde der besten 16 trifft das Team von Trainer Mohamed Ouahbi nun am Samstag in Houston auf Co-Gastgeber Kanada. Die Niederländer blieben seit dem verlorenen Finale 2010 (0:1 n.V. gegen Spanien) auch im 16. Spiel in Folge bei einer WM in der regulären Spielzeit sowie Verlängerung ungeschlagen, gingen aber dennoch als Verlierer vom Rasen.

Auch Shootingstar Crysencio Summerville verschoss einen Elfmeter. © APA/afp / ALFREDO ESTRELLA

Auch Shootingstar Crysencio Summerville verschoss einen Elfmeter. © APA/afp / ALFREDO ESTRELLA


Die in der Gruppenphase ebenfalls unbesiegten Marokkaner vor Augen rückte Ronald Koeman vom typischen 4-3-3 ab. Anstelle von Tijjani Reijnders vervollständigte Micky van de Ven die Fünferkette für mehr defensive Stabilität. Insgesamt neun Profis aus der englischen Premier League standen in der Startelf. Bei den Marokkanern blieben Überraschungen aus. Im Angriff sollte es wieder Ismael Saibari von der PSV Eindhoven richten. Kapitän Hakimi absolvierte sein 100. Länderspiel.

Marokko mit klarem Chancenplus

Afrikas beste Auswahl attackierte mit mehr Tempo, während das Spiel der Niederländer auf einen bedachten Spielaufbau angelegt war. Zwingendere Chancen arbeiteten von Beginn an die Marokkaner heraus. Torhüter Bart Verbruggen riss bei einem Kopfball von El Aynaoui nach einem Eckball (20.) noch die Hände hoch, keine Minute später entschärfte der Brighton-Keeper einen Schuss von Hakimi. Schon in der sechsten Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte verpasste Saibari einen Freistoß vor dem leeren Tor um Zentimeter.

Marokko zog ins Achtelfinal ein. © ANSA / MIGUEL SIERRA

Marokko zog ins Achtelfinal ein. © ANSA / MIGUEL SIERRA


„Oranje“ trat im Angriffsdrittel kaum in Erscheinung. In einem intensiven Spiel war die gefährlichste Aktion lange ein Fernschuss von Verteidiger Van de Ven in der 44. Minute. Von jenem Offensivgeist, der in der Gruppenphase noch zehn Tore ermöglicht hatte, war wenig zu sehen. Auch in der zweiten Halbzeit bestimmte Marokko mit Hakimi als Hauptdarsteller das Geschehen. Der PSG-Star traf aus spitzem Winkel die Latte (52.), wurde am Weg Richtung Tor von Van de Ven sehenswert ausgebremst (55.) und sorgte mit einem Direktversuch vom Cornerpunkt für einen weiteren niederländischen Schreckmoment.

Gakpo mit emotionalem Jubel

Koeman reagierte mit Wechseln. Wout Weghorst war keine Minute im Spiel, als er auf Summerville weiterleitete, der im Fallen auf Gakpo querlegte. Der Liverpool-Stürmer traf und wurde danach von seinen Emotionen überwältigt. Am Wochenende hatte seine Frau bekannt gegeben, den zweiten gemeinsamen Sohn in der Schwangerschaft verloren zu haben. Gakpo hatte erklärt, das Match dennoch bestreiten zu wollen.

Cody Gakpo jubelte nach einem Schicksalsschlag emotional. © ANSA / MIGUEL SIERRA

Cody Gakpo jubelte nach einem Schicksalsschlag emotional. © ANSA / MIGUEL SIERRA


Den Marokkanern schien die Zeit davonzulaufen, ehe der aufgerückte Diop schon in der Nachspielzeit eine Flanke per Kopf ins Tor wuchtete. Für den ehemaligen französischen Nachwuchs-Teamspieler war es sein erstes Tor für Marokko überhaupt. In der Verlängerung vereitelte Verbruggen gegen den eingewechselten Soufiane Rahimi (96.) erneut die marokkanische Führung. Mehr ließen beide Teams nicht mehr zu. Die Entscheidung musste im Elferschießen fallen. Dort hatte Rahimi auch Glück, da Verbruggen dessen Versuch hielt, den Ball aber mit der Ferse ins Tor lenkte.

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