S+
Hängende Köpfe: Österreich ist raus. © APA / HARRY HOW

a Nationalteams

Hängende Köpfe: Österreich ist raus. © APA / HARRY HOW

Rot-weiß-rote Überraschung bleibt aus: Spanien zu stark

Kein Wunder von L.A. – Österreichs Fußball-Nationalteam ist bei der WM im Sechzehntelfinale gegen Spanien ausgeschieden.

Die ÖFB-Auswahl verlor am Donnerstag im Los Angeles Stadium gegen Spanien nach Toren von Mikel Oyarzabal (36., 89.) und Pedro Porro (66.) 0:3. Während für Österreich die erste WM-Teilnahme seit 1998 beendet ist, gewann Spanien erstmals seit dem WM-Finale 2010 ein K.o.-Match bei einem Weltturnier – und das verdient. Die Iberer hatten Chancen auf mehr Tore, das ÖFB-Team keine einzige zwingende.


Der regierende Europameister gab den ersten Warnschuss nach genau einer Minute ab, Goalie Alexander Schlager hatte beim Abschluss von Lamine Yamal keine Probleme. In der Anfangsphase konnten die Österreicher die Partie noch halbwegs offen gestalten und zaghafte Akzente in der Offensive setzen, so etwa bei einer Flanke von Marcel Sabitzer, die Gregoritsch verpasste (18.).

Spanien war letztlich die klar bessere Mannschaft. © APA / FRANCOIS NEL

Spanien war letztlich die klar bessere Mannschaft. © APA / FRANCOIS NEL


Mit Fortdauer der Partie wurde die Dominanz der Spanier aber größer. Das ÖFB-Team schaffte es nicht, den Ball länger in den eigenen Reihen zu halten und geriet immer stärker unter Druck. In der 29. Minute rettete Stefan Posch gerade noch vor Olmo, beim darauffolgenden Corner hatten die Österreicher großes Glück. Eine Faustabwehr von Schlager misslang, Marc Cucurella wuchtete den Ball ins Tor, doch der schwedische Schiedsrichter Glenn Nyberg wollte ein Foul von Pau Cubarsi an Schlager gesehen haben und erkannte den Treffer nicht an.

Spanien wirbelt im Angriff

Ungeachtet dessen ging Spaniens Angriffswirbel weiter. Schlager entschärfte Versuche von Lamine Yamal und Oyarzabal (32.), ehe er vier Minuten später doch geschlagen war. Oyarzabal verwertete einen Querpass von Cucurella mit einem überlegten Flachschuss.
Kurz vor dem Ende der ersten Hälfte verpassten die Spanier die Vorentscheidung. Ein Freistoß von Alex Baena landete an der Querlatte, beim versuchten Abstauber von Lamine Yamal aus kurzer Distanz stand Keeper Schlager im Weg.

Mikel Oyarzabal  traf doppelt. © APA / FRANCOIS NEL

Mikel Oyarzabal traf doppelt. © APA / FRANCOIS NEL


Rangnick reagierte in der Pause mit der Hereinnahme von Carney Chukwuemeka und Florian Grillitsch für Xaver Schlager und Nicolas Seiwald auf die Unterlegenheit, an der Charakteristik der Partie änderte sich nichts. Spanien diktierte das Match, Schüsse von Oyarzabal (49.) und Rodri (54.) blieben folgenlos.

Arnautovic verabschiedet sich

Nach einer Stunde schickte Rangnick auch noch Marko Arnautovic und Sasa Kalajdzic aufs Feld. Für Ersteren war es sein 137. und letztes Länderspiel, Letzterer köpfelte in der 61. Minute nach Sabitzer-Flanke deutlich übers Tor. Spaniens Schlussmann Unai Simon wäre allerdings zur Stelle gewesen. Fünf Minuten später war Österreichs WM-Abschied besiegelt – nach Flanke von Baena köpfelte Porro unbedrängt ein. Die restliche Partie ähnelte über weite Strecken einem Trainingsspiel von Lamine Yamal und Co. Die Spanier, die im Achtelfinale auf Portugal oder Kroatien treffen und erstmals seit 1994 beim 3:0 gegen die Schweiz in einem WM-K.o.-Spiel mehr als ein Tor erzielten, ließen Ball und Gegner laufen.

Die Rangnick-Truppe hatte der Überlegenheit des Gegners mit Ausnahme eines Fehlschusses von Chukwuemeka (79.) nichts entgegenzusetzen. In der 85. Minute verhinderte David Alaba noch das 0:3, als er bei einem Schuss von Lamine Yamal auf der Linie klärte (85.). Vier Minuten danach aber schob Oyarzabal zum Endstand ein.

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben. Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen sie Ihre Profil-Angaben, um Kommentare zu schreiben.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2026 First Avenue GmbH