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Kylian Mbappe jubelt vor Paraguays Junior Alonso. © APA / DAN MULLAN

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Kylian Mbappe jubelt vor Paraguays Junior Alonso. © APA / DAN MULLAN

Mühsame Franzosen besiegen giftig spielendes Paraguay

Im Achtelfinale kämpften am Samstag Frankreich und Paraguay um ein Ticket für das Viertelfinale gegen Marokko. Der Deutschland-Bezwinger machte den enttäuschenden Franzosen dabei das Leben extrem schwer.

Dank eines Elfmeter-Tores von Kylian Mbappé hat Topfavorit Frankreich mit viel Mühe Deutschland-Schreck Paraguay niedergerungen und ist nur noch drei Siege vom dritten WM-Titel entfernt. Die Équipe Tricolore setzte sich im Achtelfinale gegen die Südamerikaner mit 1:0 (0:0) durch und trifft im Viertelfinale am Donnerstag auf Marokko.


Nachdem Frankreich zuvor am Abwehr-Bollwerk der Südamerikaner verzweifelt war, verwandelte Mbappé (70. Minute) vor 68.324 Zuschauern in Philadelphia schließlich einen Strafstoß. Der Angreifer von Real Madrid kommt damit auf insgesamt 19 WM-Treffer und liegt nur noch ein Tor hinter dem argentinischen Rekordhalter Lionel Messi.

Frankreichs Star-Offensive findet keine Lücken

Zum dritten Mal standen sich beide Teams bei einer WM gegenüber. Nach Frankreichs 7:3 im Jahr 1958 folgte 1998 ein dramatisches Achtelfinale, das die Équipe Tricolore auf dem Weg zum Titel erst durch ein Golden Goal in der 114. Minute gewann.

Auch das Duell 28 Jahre später entwickelte sich für den haushohen Favoriten zur Geduldsprobe. Paraguay verschanzte sich vor dem eigenen Tor zeitweise mit neun Feldspielern im Strafraum. Frankreich lief unermüdlich an, fand gegen das Abwehr-Bollwerk der Südamerikaner jedoch kaum Lösungen. Das Spiel war geprägt von der giftigen Zweikampfführung der Albirroja.

Paraguays Matias Galarza (rechts) sorgte immer wieder für Provokationen und Fouls. © ANSA / SARAH YENESEL

Paraguays Matias Galarza (rechts) sorgte immer wieder für Provokationen und Fouls. © ANSA / SARAH YENESEL

Weil die Franzosen spielerisch kaum Lösungen fanden, suchten sie ihr Glück mit Distanzschüssen. Doch sowohl Manu Koné (22.) als auch Adrien Rabiot (33.) verfehlten das Ziel. Mit jeder vergebenen Chance schienen die Franzosen genervter. Paraguay setzte auf Konter über Julio Enciso. Doch der Torschütze aus dem Deutschland-Spiel war häufig auf sich allein gestellt, weil seine Mitspieler nicht nachrückten.

Paraguay mauert weiter – Frankreich aus der Distanz

Das Offensiv-Trio Mbappé, Weltfußballer Ousmane Dembélé und Vorbereiter Michael Olise, das in den vorherigen WM-Spielen brilliert und harmoniert hatte, war aus dem Spiel nahezu kein Faktor. Die besten Chancen ergaben sich weiterhin aus der Distanz. Bei Manu Konés Fernschuss war Paraguay-Keeper Orlando Gill erstmals ernsthaft gefordert. Es war in der 54. Minute die erste gute Tormöglichkeit des Spiels. Erst die Einwechslung von Désiré Doué verlieh dem Offensivspiel der Franzosen mehr Torgefahr.

Nach dem Schlusspfiff feierten die französischen Spieler den Einzug ins Viertelfinale mit ihren Fans. © APA/afp / JEWEL SAMAD

Nach dem Schlusspfiff feierten die französischen Spieler den Einzug ins Viertelfinale mit ihren Fans. © APA/afp / JEWEL SAMAD

Der Flügelspieler war es auch, der den Elfmeter rausholte. Gustavo Velázquez versuchte den Elfmeter-Punkt noch kaputtzutreten, doch Mbappé ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und verwandelte sicher. In der Nachspielzeit (90.+6) vergab der Stürmer eine Doppelchance. Im Fokus stand auch immer wieder der usbekische Schiedsrichter Ilgiz Tantashev, der insgesamt eine sehr weiche Linie verfolgte und viel laufen ließ.

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