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Pedro Porro traf für Spanien zum 2:0-Endstand. © APA / DAVID RAMOS

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Pedro Porro traf für Spanien zum 2:0-Endstand. © APA / DAVID RAMOS

Spanien zerlegt Frankreich und ist erster WM-Finalist

Ein großartig aufgelegter Europameister Spanien ist am besten Wege, sich bei der Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko auch den Weltmeistertitel einzuverleiben. Am Dienstag entzauberten die Iberer in Dallas die bisher so souveränen Franzosen und lösten mit einem 2:0-Sieg als erstes Team das Finalticket.

Mikel Oyarzabal (30.) per Foulelfer und Pedro Porro (58.) trafen für eine in allen Belangen sattelfeste und abgeklärte spanische Elf, die damit zum zweiten Mal nach 2010, als man das Double holte, im Endspiel steht. Frankreich hingegen verpasste den dritten WM-Finaleinzug en suite. Superstar Kylian Mbappe blieb zum erst zweiten Mal im siebenten WM-Spiel ohne Treffer und hält vor der Partie um Platz drei am Samstag so wie Argentiniens Lionel Messi weiter bei acht Treffern.


Nach 20 noch eher vorsichtigen Minuten des Abtastens sorgte Lucas Digne mit einer unüberlegten Defensivaktion für das erste Highlight. Der Routinier wollte sich im Strafraum einen hohen Ball herunternehmen, übersah dabei aber den heransprintenden Yamal und traf diesen mit voller Wucht. Oyarzabal ließ Mike Maignan mit einem satten Schuss vom Punkt ins rechte Eck keine Chance.

Lucas Digne (l.) foult Lamine Yamal – Elfmeter für Spanien. © APA / SHAUN BOTTERILL

Lucas Digne (l.) foult Lamine Yamal – Elfmeter für Spanien. © APA / SHAUN BOTTERILL

Davon sollte sich Frankreich nicht mehr erholen, nach der Trinkpause kam es sogar noch dicker: Innenverteidiger William Saliba musste mit einer Verletzung durch Maxence Lacroix ersetzt werden. Die Kontrolle lag weiter bei Spanien, das auch Frankreichs bisher so gefährliche Offensivreihe um Mbappe, Ousmane Dembele und Michael Olise sowie deren Schnelligkeit im Griff hatte. Erst gegen Ende der ersten Hälfte verlagerte sich das Geschehen vermehrt in die spanische Hälfte – ohne zu echten Chancen zu führen.

Frankreich zerschellte an Spaniens Defensive

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Frankreich vieles schuldig, kam über Lösungsansätze nicht hinaus und fing sich nach einer Viertelstunde den nächsten Gegentreffer ein. Mit einem schnellen Doppelpass überwanden Porro und Dani Olmo das Mittelfeld, der Außenverteidiger setzte sich schließlich gegen Maignan durch. Wenig später verhinderte nur eine knappe Abseitsentscheidung das 3:0 durch Jungstar Lamine Yamal (61.) und damit die Vorentscheidung.
Enttäuscht: Frankreichs Nationalmannschaft, inklusive Trainer Deschamps, in kollektiver Trauer. © APA/afp / FRANCK FIFE

Enttäuscht: Frankreichs Nationalmannschaft, inklusive Trainer Deschamps, in kollektiver Trauer. © APA/afp / FRANCK FIFE

Die Galgenfrist blieb ungenutzt. Der über weite Strecken recht unauffällige Mbappe prüfte zwar noch Goalie Unai Simon (64.) und verfehlte bei einem abgefälschten Distanzschuss knapp das lange Eck (67.), die letzte Überzeugung schien Frankreich aber abhanden gekommen zu sein. Auch ein halbes Dutzend an halbgefährlichen Situationen in einer verzweifelten Schlussoffensive konnten nichts mehr daran ändern, dass die Ära Deschamps nach 14 Jahren ohne weiteren Titel zu Ende geht.

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