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Luka Modric schaffte es nicht, sein Team zum Sieg zu führen. © APA/afp / MANAN VATSYAYANA

Stotter-Start für Kroatien

Der Vize-Weltmeister ist noch nicht in WM-Form. Beim 0:0 gegen Marokko gelingt Modric und Co. nicht viel. Beim Außenseiter muss Bayern-Verteidiger Mazraoui verletzt runter.

Vize-Weltmeister Kroatien ist mit einem Stotterstart seinen Titelambitionen bei der Fußball-WM in Katar noch nicht gerecht geworden. Das Team um Superstar Luka Modric kam am Mittwoch gegen Marokko in Al-Chaur nicht über ein 0:0 hinaus. Damit müssen sich die Kroaten in den nächsten Gruppenspielen gegen Kanada und Mitfavorit Belgien schon steigern, sonst droht bei der sechsten Endrunden-Teilnahme zum vierten Mal das Vorrunden-Aus.


Außenseiter Marokko darf – auch dank der vielen Fans im Rücken – auf weitere Überraschungen hoffen. Ob Bayern-Profi Noussair Mazraoui aber in den nächsten Spielen mitwirken kann, ist fraglich. Der Außenverteidiger verletzte sich bei einem Kopfball offenbar an der Hüfte und musste mit einer Trage vom Platz gebracht werden.

Der WM-Titel sei ein Grund zurückzutreten, hatte Modric vor dem WM-Auftakt noch durchblicken lassen. Bis dahin ist es für das kroatische Team aber noch ein gutes Stück Arbeit. Zwar versuchte der 37-jährige Ausnahmefußballer mit seiner feinen Technik und den millimetergenauen Pässen das Spiel seiner Mannschaft anzukurbeln, vor 59.407 Zuschauern fehlte es den Kroaten gegen die robuste Defensive der Marokkaner aber an Durchschlagskraft. Auch der Hoffenheimer Andrej Kramaric trat kaum in Erscheinung und wurde in der zweiten Halbzeit ausgewechselt.


Es war eine hart umkämpfte Partie. © APA/afp / KIRILL KUDRYAVTSEV


Die beste Chance im ersten Durchgang besaß noch Nikola Vlasic kurz vor der Pause, doch nach Zuspiel des Stuttgarters Borna Sosa scheiterte der Angreifer aus kurzer Distanz an Marokkos Keeper Bono (45.). Neben Sosa und Kramaric stand auch der Leipziger Josko Gvardiol, der wegen seines Nasenbeinbruchs mit einer Maske spielte, in der kroatischen Startelf. Ein wenig Gefahr ging auch durch zwei Distanzschüsse von Ex-Bayern-Spieler Ivan Perisic (16.) und Modric (45.+2) aus.

Auf den Rängen war die Rollenverteilung eine andere. Mehr als 20.000 marokkanische Fans bereiteten ihrem Team ein Heimspiel. Jeder Angriffsversuch wurde lautstark begleitet. Allzu oft kamen die Nordafrikaner aber nicht zu Torabschlüssen. Eine Flanke von Chelsea-Angreifer Hakim Ziyech verpasste Youssef En-Nesyri (18.) knapp. Im zweiten Durchgang tauchte dann mal Mazraoui gefährlich vor dem Tor auf. Nach seinem Kopfball musste er aber verletzt runter.



Josip Juranovic (links) und Abde Ezzalzouli (rechts) kämpfen um den Ball. © APA/afp / OZAN KOSE


Dazu prüfte der frühere Dortmunder Achraf Hakimi (65.) den kroatischen Schlussmann Dominik Livakovic mit einem wuchtigen Freistoß.
Mitte der zweiten Halbzeit erhöhten die Kroaten den Druck und sorgten für einige brenzlige Situationen. Doch immer wieder waren die Marokkaner mit einem Bein dazwischen, was Modric zunehmend nervte.


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