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Ferran Torres schoss die Spanier ins Glück. © ANSA / CHRISTOPHER NEUNDORF

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Ferran Torres schoss die Spanier ins Glück. © ANSA / CHRISTOPHER NEUNDORF

Totale Dominanz: Spanien ist Weltmeister!

Die argentinische Titelverteidigung ist gescheitert, die erneute Krönung von Lionel Messi verhindert: Der neue Fußball-Weltmeister heißt Spanien. Die Iberer sind der hochverdiente Sieger des WM-Finales in East Rutherford.

Spanien hat dank Ferran Torres die erneute Thronbesteigung von Argentiniens Superstar Lionel Messi verhindert und ist zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister. „La Furia Roja“ siegte in dem lange einseitigen Finale von East Rutherford hochverdient mit 1:0 nach Verlängerung und sicherten sich zwei Jahre nach dem EM-Pokal auch die WM-Trophäe.


Vor dem Triumph unweit von New York, bei dem Spanien über die komplette Spieldauer dominierte, hatten sie den wichtigsten Pokal im Weltfußball 2010 in Südafrika geholt.

Die Argentinier hätten als drittes Team nach Italien (1934, 1938) und Brasilien (1958, 1962) den WM-Titel erfolgreich verteidigen können. Stattdessen wurde der Champion von 2022 entthront. Messi, der achtmalige Weltfußballer, war in seinem letzten WM-Spiel kaum zu sehen. Generell enttäuschte Argentiniens Offensive komplett und blieb über die ersten 110 Minuten vollkommen wirkungslos.


Spaniens Lamine Yamal und Argentiniens Messi standen schon vor der Partie im Fokus. Und sie hatten auch gleich die ersten Szenen im Spiel. Ein Abschluss von Yamal landete in den Armen von Argentinien-Keeper Emiliano Martínez (5.). Im Gegenzug tauchte Messi, der als erster Spieler der WM-Historie sein drittes Finale von Beginn an bestritt, frei vor Unai Simón auf. Doch Spaniens Schlussmann eilte rechtzeitig aus seinem Kasten und klärte.

Wenig Spektakel, viel Langeweile

Ansonsten? Viele Pässe beim Europameister und zunächst nur wenig Spektakel. Die Spanier streuten auf dem viel kritisierten Finalrasen von East Rutherford ungewohnte Ungenauigkeiten ein, die auf Konter lauernden Argentinier konnten die Angebote aber nicht nutzen. Beiden Teams war der Respekt voreinander anzumerken.

Womöglich hatten die Trainer de la Fuente und Scaloni ihre Mannschaften aber auch einfach perfekt auf den jeweiligen Gegner eingestellt. Die beiden Coaches sind befreundet. De la Fuente war einst Scalonis Lehrer, als der in einem Sonderprogramm des spanischen Verbands seinen Trainerschein machte.

Nach diesem Foul flog Enzo Fernández  gegen Ende der regulären Spielzeit mit Rot vom Platz. © APA/afp / JEWEL SAMAD

Nach diesem Foul flog Enzo Fernández gegen Ende der regulären Spielzeit mit Rot vom Platz. © APA/afp / JEWEL SAMAD


Nach der l angen Halbzeit-Show mit den Popstars Madonna, Shakira und Justin Bieber hofften die Fans im gigantischen Football-Stadion vor den Toren New Yorks auch auf mehr sportliche Unterhaltung. Spaniens Álex Baena versuchte sich direkt, sein Schuss war aber zu ungenau (46.).

Nach und nach entwickelten die Iberer mit ihrem Kombinationsspiel nun aber mehr Zug zum Tor. De la Fuente versuchte, die Offensive unter anderem durch die Hereinnahmen von Pedri und Torres vom FC Barcelona weiter anzukurbeln. Dazu zeigte der ansonsten herausragende Martínez im Tor der Argentinier Unsicherheiten – vor allem bei einem Schuss des früheren Leipzigers Dani Olmo (64.).

Torres trifft in der Verlängerung

Die Spanier erhöhten zunehmend den Druck, Martínez musste mehrfach eingreifen – auch gegen Yamal (90.+8). Von Argentinien kam offensiv weiter gar nichts. Als Fernández nach einem Foul vom Feld musste, ging es für den Titelverteidiger nur noch darum, sich ins Elfmeterschießen zu retten. Ein Tor des eingewechselten Spaniers Nico Williams zählte nicht, nachdem Nicolas Otamendi im Zweikampf mit Mikel Merino zuvor zu Boden gegangen war (96.).

Dann erlöste Torres die Spanier direkt zum Start der zweiten Halbzeit in der Verlängerung. Per Direktabnahme verwandelte der Joker mit links und machte damit Spaniens zweiten WM-Triumph perfekt – 2010 hatte Andrés Iniesta gegen die Niederlande ebenfalls das 1:0-Siegtor in der Verlängerung geschossen. Danach traute sich Argentinien mehr, doch zum Ausgleich reichte es nicht.





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