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Bundestrainer Julian Nagelsmann  war fuchsteufelswild. © APA / ALEXANDER HASSENSTEIN

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Bundestrainer Julian Nagelsmann war fuchsteufelswild. © APA / ALEXANDER HASSENSTEIN

„Vollskandal“: Aberkanntes DFB-Tor sorgt für Ärger

Das aberkannte Tor von Jonathan Tah im Sechzehntelfinale der Fußball-WM gegen Paraguay zum 2:1 wegen eines angeblichen Foulspiels sorgt für Ärger und Diskussionen.

„Das ist nicht nur ein Skandal, das ist ein Vollskandal“, sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann im ZDF: „Das ist nicht mal ansatzweise ein Foulspiel.“ Bei MagentaTV hatte er die Entscheidung zuvor als „Witz“ bezeichnet.

Was war passiert? Nach einer Ecke köpfte Tah Deutschland zur 2:1-Führung. Doch dann griff der VAR, um den es bei der WM bislang relativ wenig Ärger gab, wegen eines angeblichen Stoßes von Waldemar Anton gegen Paraguays Keeper Orlando Gill ein.

Nachdem der Unparteiische Jalal Jayed aus Marokko einen Hinweis aufs Ohr bekommen und sich die Aktion noch einmal am Monitor angesehen hatte, entschied er auf Foulspiel. „Fakt ist, wenn dieses Tor irregulär ist, dann wird Arsenal nicht englischer Meister. Ich glaube, die haben 60 Prozent ihrer Tore so geschossen“, sagte Trainer-Ikone Jürgen Klopp bei MagentaTV: „Dementsprechend ist das natürlich brutal. Es entscheiden Kleinigkeiten – und das ist eine große Kleinigkeit, die entscheidet. Denn wir gewinnen das Spiel, wenn der Ball drin ist.“

Experten uneinig

ZDF-Experte und Ex-Schiri Thorsten Kinhöfer meinte, es sei ein Fehler gewesen, dass der VAR sich bei der Aktion eingeschaltet habe. „Und der zweite Fehler ist, dass der Schiedsrichter auf gut Deutsch gesagt nicht so viel Cojones hatte, sich über diese Entscheidung hinwegzusetzen und zu sagen: Nein, das ist kein Foul, das ist für mich ein glasklares Tor.“

Jonathan Tah hatte das vermutliche 2:1 für Deutschland geknöpft, ehe auf Torhüterfoul entschieden wurde. © APA / ROBERT CIANFLONE

Jonathan Tah hatte das vermutliche 2:1 für Deutschland geknöpft, ehe auf Torhüterfoul entschieden wurde. © APA / ROBERT CIANFLONE


Anton habe weder gehalten noch gerempelt, und der Torhüter genieße im Fünfmeterraum „keinen besonderen Schutz, deswegen ist das eine klare Fehlentscheidung“, sagte Ex-Schiedsrichter Kinhöfer weiter.
Ähnlich sah Patrick Ittrich den Eingriff der Video-Schiedsrichterin nach der Aktion in der ersten Hälfte der Verlängerung. „Für mich ist das keine klare Fehlentscheidung vom Schiedsrichter“, sagte der MagentaTV-Experte.

Eine andere Meinung äußerte der frühere englische Schiedsrichter Mark Clattenburg. „Das ist ein klares Foul für mich“, sagte er beim US-Sender Fox Sports.

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