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Spanien-Star  Nico Williams hat einen Bruder bei der WM. © APA/afp / ROBERTO SCHMIDT

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Spanien-Star Nico Williams hat einen Bruder bei der WM. © APA/afp / ROBERTO SCHMIDT

Wenn Brüder für unterschiedliche Nationen spielen

Bei der Fußball-WM 2026 gibt es gleich sieben Brüder-Paare. Vier davon spielen für unterschiedliche Nationen. Wie kommt es dazu?

Die Duartes aus Kap Verde, die Bacunas von Außenseiter Curaçao sowie die Hernandez-Brüder Theo und Lucas von Vize-Weltmeister Frankreich spielen allesamt für die gleiche Nation. Die weiteren vier Geschwisterpaare spielen – wie die Boatengs damals – für unterschiedliche Nationen.


Barfuß durch die Sahara: Die Williams-Eltern

Im Tennis spielen auch im Jahr 2026 noch die Williams-Schwestern Serena und Venus in Wimbledon mit. Bei den Fußballern von Athletic Bilbao gibt es seit über einem Jahrzehnt die Williams-Brüder Nico und Inaki. Der jüngere Nico (23) widerstand sogar Angeboten des FC Barcelona und von Real Madrid, er unterschrieb in Bilbao einen Vertrag bis 2035. Für Inaki (32) kommt ein Wechsel ebenfalls nicht infrage.

Inaki Williams (rechts) spielt für Ghana. © ANSA / Abir Sultan

Inaki Williams (rechts) spielt für Ghana. © ANSA / Abir Sultan


Während die Brüder im Verein das gleiche Trikot tragen, wählten die beiden Basken im Nationalteam unterschiedliche Wege. Die ghanaischen Eltern hatte sich damals auf den Weg nach Spanien gemacht, als Mutter Maria mit Inaki schwanger war. Barfuß zog das Paar durch die Sahara. Inaki hat seinen Namen von einem spanischen Priester, der den Eltern beim Grenzübergang half.

Der ältere Bruder entschied sich für Ghana. Nico hingegen wählte Spanien und wurde 2024 bereits als Stammspieler zum Europameister. „Als älterer Bruder bin ich unglaublich stolz darauf, seine Entwicklung zu sehen und seine Fortschritte als Fußballer mitzuerleben. Er hat grenzenloses Potenzial“, sagte Inaki der BBC über seinen neun Jahre jüngeren Bruder.

Derrick Luckassen und Brian Brobbey

Bei Derrick Luckassen (Ghana) und Brian Brobbey (Niederlande) liegt der Fall ähnlich wie einst bei den Boateng-Brüdern. Beide haben die gleiche Mutter, eine Ghanaerin, und sind in Amsterdam geboren. Luckassen durchlief diverse niederländische Jugendteams, ehe er sich für die Heimat seiner Eltern entschied. Brobbey schaffte den Sprung in die Elftal, für die er es in den WM-Kader 2026 schaffte und im ersten Spiel eingewechselt wurde.

Desiré und Guéla Doué

Die Brüder Desiré und Guéla Doué haben einen ivorischen Vater und eine französische Mutter. Beide wuchsen in Frankreich auf und machten bei Stade Rennes ihre ersten Schritte im Profifußball. Desiré ist mit 21 Jahren nicht nur der jüngere, sondern auch der deutlich talentierte der beiden Brüder. In seiner Vita stehen bereits jetzt zwei Champions-League-Titel mit Paris Saint-Germain.

Auch der Bruder von Frankreich-Star Desire Doue kickt bei der WM. © ANSA / SARAH YENESEL

Auch der Bruder von Frankreich-Star Desire Doue kickt bei der WM. © ANSA / SARAH YENESEL


Demzufolge entschied sich Desiré früh für Frankreich und schaffte es in den WM-Kader des Mitfavoriten. Sein Marktwert wird inzwischen auf 120 Millionen Euro beziffert. Bruder Guéla (23) wechselte 2024 von Rennes zu Racing Straßburg und hatte sich zuvor bereits für die Elfenbeinküste entschieden. Im Gegensatz zu seinem offensiv orientierten Bruder Desiré ist Guéla Doué Außenverteidiger.

Die Souttar-Brüder John und Harry

John und Harry Souttar sind der Nachwuchs eines schottisch-australischen Paars. Vater Jack ist Schotte und war in den 70er-Jahren Profi, während Mutter Heather im australischen Adelaide geboren ist. Aufgewachsen und im Fußball sozialisiert wurden die beiden Fußballer in Schottland, doch Harry entschied sich 2019 für Australien, das Heimatland seiner Mutter.

„Sie unterhalten sich ständig über Spiele. Sie passen immer aufeinander auf, das steht fest“, sagte Vater Jack über seine beiden Söhne. Zum WM-Auftakt gewannen John und Harry mit ihren Teams am selben Tag die jeweils ersten Spiele. Während John beim 1:0 seiner Schotten gegen Haiti 90 Minuten auf der Bank saß, war Harry als Kapitän und Abwehrchef der Australier einer der Garanten für das überraschende 2:0 gegen die Türkei.

Schlagwörter: Fussball WM 2026

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