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Felix Zwayer (links) erlitt einen Krampf. © APA / ALEX GRIMM

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Felix Zwayer (links) erlitt einen Krampf. © APA / ALEX GRIMM

WM-Kuriosum: Krämpfe beim Schiedsrichter

Die Bilder, die von Felix Zwayers WM-Debüt in Erinnerung bleiben werden, haben wenig mit seiner Leistung als Schiedsrichter zu tun.

In der Nachspielzeit der Partie zwischen USA und Australien saß der 45-Jährige auf dem Rasen des Stadions in Seattle und ließ sich von den Profis Krämpfe aus der linken Wade drücken.


Als er wieder aufstehen und die Partie regulär beenden konnte, klatschten die 66.925 Fans voller Respekt. Zwayer verließ die sonst als Football-Stadion genutzte Arena später ohne Kommentar und damit ohne ein Update zu seinem Gesundheitszustand. Die FIFA ist für eine Reaktion angefragt.

Klopp: Trägt nicht zu mehr Spielen für Zwayer bei

Doch der ungewöhnliche Zwischenfall bei 28 Grad in der prallen Mittagssonne von Seattle hatte dafür gesorgt, dass genug Experten über den erfahrenen Schiedsrichter aus Berlin sprachen. „Wir hatten doch vor dem Spiel darüber gesprochen: Was muss ein Schiedsrichter tun, um weitere Spiele zu kriegen? Ich würde jetzt einfach mal annehmen, dass das nicht dazu beiträgt“, sagte Jürgen Klopp bei MagentaTV.

Felix Zwayer lieferte eigentlich gut ab. © ANSA / STEPHAN BRASHEAR

Felix Zwayer lieferte eigentlich gut ab. © ANSA / STEPHAN BRASHEAR


Für Zwayer war der Vorfall besonders ärgerlich, weil er den 2:0-Erfolg der USA im zweiten Gruppenspiel zuvor souverän geleitet hatte. Zwar verteilte der deutsche Spitzenschiedsrichter sieben Gelbe Karten und damit mehr als jeder Referee bei diesem WM-Turnier zuvor – jedoch verschaffte er sich mit einer klaren Linie Respekt bei den Profis.

Ittrich: „Zwayer ist topfit“

Schiedsrichter-Experte Patrick Ittrich verteidigte seinen Kollegen und lobte dessen Kondition. „Man will sich nicht nachsagen lassen, dass man nicht fit ist und derjenige ist, der hier ausgewechselt werden muss. Das ist bei Felix Zwayer überhaupt nicht so, weil der topfit ist“, sagte Ittrich im Anschluss an die Partie, die sich durch die verletzungsbedingte Pause des Schiedsrichters in der Nachspielzeit noch einmal verlängerte.

Zwayer darf bei dem XXL-Turnier über fünfeinhalb Wochen trotzdem auf einen weiteren Einsatz hoffen. Das belegt auch ein Beispiel aus der WM-Qualifikation. Der Argentinier Facundo Tello hatte im März die wichtige Playoff-Partie zwischen DR Kongo und Jamaika gepfiffen und musste wegen einer Verletzung am linken Bein in der Verlängerung ausgewechselt werden. Der Weltverband FIFA trug es ihm nicht nach und ließ ihn bei der WM gleich Kanada gegen Bosnien-Herzegowina – die dritte Partie des Turniers – leiten.

Krampf oder Verletzung?

Bei Zwayer bleibt aber wesentlich weniger Zeit. Die Frage ist, ob der Deutsche wirklich nur einen Krampf erlitten hat – oder ob er mit einer strukturellen Verletzung zu kämpfen hat. „Ich bin besorgt, muss ich sagen“, sagte Ittrich zwischenzeitlich über den Gesundheitszustand seines Kollegen. Nach der Unterbrechung konnte Zwayer die Partie selbst beenden, ehe er den Rasen der Arena mit seinen Assistenten verließ.

Schlagwörter: Fussball WM 2026 Felix Zwayer

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