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Alexander Zadra (mit Gips) und Markus Zadra

Freud und Leid für die Familie Zadra

Alexander Zadra und sein Vater, die Südtiroler Kampfsportlegende Markus Zadra, standen vor Kurzem bei der Club Europameisterschaft in Tallinn (Estland) im Einsatz. Während der Sohn von einer Verletzung ausgebremst wurde, durfte der Vater einen wahren Achtungserfolg bejubeln.

Alexander Zadra vom ASV Zadra-fighting rothoblaas hatte bei der Reise nach Nordeuropa gleich drei Wettkämpfe auf dem Plan: U-21 Club EM, allgemeine Klasse Herren Club EM und G2 Weltcup Tallin Open.


Der 20jährige Kurtatscher führte bei der U-21 Club EM in der Schwergewichtskasse -87 kg mit 6:5 Punkten gegen seinen französischen Gegner bis er sich bei einem Zusammenprall am linken Knie und an der rechten Hand verletzte. Er hat zwar noch die Runde fertig gekämpft, konnte aber die zweite Runde nicht mehr bestreiten. Im Krankenhaus wurden schlussendlich erhebliche Prellungen am Knie und ein Bruch an der rechten Hand diagnostiziert. Bedeutet einen Monat Gips.

Dieses Ergebnis der U-21 Klasse wäre noch verkraftbar, da dieses Turnier als Einstieg gedacht war. Wirklich schade ist, dass er nicht mehr bei der Club EM in der Herrenklasse -87 kg teilnehmen konnte. Dank seiner Position in der Weltrangliste hatte er eine sehr gute Auslosung und wurde sogar als Nr. 4 gesetzt. Darüber tröstet auch die Bronzemedaille in der U21 Klasse nicht hingweg.

Des weiteren war er bereits beim G2 Weltcup Tallinn Open in der Herrenklasse -87 kg eingeschrieben, der in ein paar Tagen nach der Club EM stattgefunden hat. Durch seine Verletzung musste er auch seine Teilnahme bei diesem Turnier absagen. Somit hat er zwei sehr wichtige Gelegenheiten nicht wahrnehmen können, um sich im olympischen Ranking zu verbessern.

Markus Zadra freut sich über Silber

Markus Zadra (57) hingegen, hat bei dieser Club EM bei den Masters in der Gewichtsklasse +80 kg und +35 Jahre denkbar knapp die Goldmedaille verfehlt. Im Finale traf er auf den 41-jährigen ehemaligen spanischen Nationalkämpfer Louis Medrano nachdem er schwerer als geplant die das Halbfinale gewann. Im Finale dann die erste Runde 2:2, die zweite Runde 0:2 doch wegen dem neuen Reglement, dass im Falle von Gleichstand derjenige die Runde gewinn, der den schwierigeren Treffer landete, gab es keine dritte Runde mehr.

Bei dieser Club EM hat man im Gegensatz zu den offiziellen WTE Europameisterschaften, bei denen die Altersklassen mit +35 und +45 Jahre festgelegt sind, nur die Altersklasse +35 Jahre und darüber ausgeschrieben. Somit war es selbstverständlich dass die jüngeren Athleten doch einen Vorteil hatten, da sie bis vor kurzem noch in der allgemeinen Herrenklasse gekämpft hatten. Der Medaillenspiegel bestätigt das klar. Markus Zadra war mit seinen 57 Jahren der älteste Teilnehmer dieser Club EM.

Sein Dauerrivale, der 49-jährige Spanier Ramon Benitez Punal der seit 2019 ungeschlagen ist, hat hier in Tallinn hinter Markus Zadra Bronze gewonnen. Der Spanier ließ es sich nicht nehmen Markus in seinen Kämpfen zusammen mit Oscar Velasco Campo, auch eine ehemaliger spanischer Kadersportler, zu coachen. Eine sehr sportliche Geste des Spaniers.

Markus Zadra hat bei dieser Club EM auch in der allgemeinen Klasse der Herren +87 kg mitgekämpft und erreichte einen achtungsvollen fünften Platz. Im Viertelfinale stoppte ihn der 22jährige Hüne Pilipovic Milos aus Norwegen der sich Silber sicherte. Gold gewann der Olympiazweite im Schwergewicht von Tokyo 2021 Georgievsi Dejan aus Mazedonien.




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