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Magdalena Pircher.

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Magdalena Pircher.

Magdalena Pircher triumphiert in Bozen

Ein Hexenkessel im Sheraton: Die vierte Auflage der „Muay Thai Arena“ sprengte alle Erwartungen. Vor vollbesetztem Haus krönte sich Lokalmatadorin Magdalena Pircher in einem denkwürdigen Hauptkampf zur WMC-Intercontinental-Championesse.

Schon am frühen Nachmittag, als die Nachwuchsathleten von Sing Noi Muay Thai die „Pre-Card“ eröffneten, war der Saal im Bozner Sheraton-Hotel beinahe bis auf den letzten Platz gefüllt. Die jungen Talente zeigten eine durchwegs starke Leistung und bewiesen, dass die Schmiede von Trainer Stefan Mohr für die Zukunft bestens aufgestellt ist.


Die Hauptkämpfe boten dann Sportdrama pur. Den Auftakt machte Braiton Zeni, der seinen Gegner Marco Cipollaro so unter Druck setzte, dass der Kampf in der zweiten Runde wegen eines Cuts beim Gegner abgebrochen werden musste – Sieg durch technisches K.O.. In einem extrem spannenden und bis zur letzten Sekunde offenen Schlagabtausch zwischen Ahmet Ahmeti und Filippo Meoni schenkten sich beide Kämpfer nichts, wobei der Sieg knapp nach Punkten an Meoni ging.

Ein besonderes Ausrufezeichen setzte Lukas Tschager bei seinem Profi-Debüt: Er dominierte Filippo Pratesi über alle drei Runden nach Belieben. Emotional wurde es beim Comeback von Karin Stauder: In einem technisch hochstehenden Duell gegen die Britin Lucy Wainwright unterlag sie am Ende nur hauchdünn nach Punkten.

Pircher liefert eine Lehrstunde ab

Dann folgte der Moment, auf den ganz Südtirol gewartet hatte. Da die Thailänderin Mongkutpetch verletzungsbedingt passen musste, sprang kurzfristig die Weltklasse-Athletin „The Star Sit Cho“ ein. Nach einer taktisch geprägten ersten Runde übernahm Magdalena Pircher ab der zweiten das Kommando und lieferte eine regelrechte Muay-Thai-Lehrstunde ab.

Besonders boxerisch agierte die Boznerin auf einem völlig anderen Level; sie landete immer wieder schwere Treffer, welche die Thailänderin sichtlich erschütterten. Mit beeindruckender Präzision und taktischer Reife kontrollierte Pircher das Geschehen im Ring nach Belieben. Sie setzte punktgenaue Ellbogen sowie harte Kicks und konterte beinahe jede Aktion ihrer Gegnerin eiskalt aus. Ihre Überlegenheit in der Distanz und im Infight ließ keinen Zweifel daran, wer den Ring als Siegerin verlassen würde. Mit diesem dominanten Sieg bewies Pircher erneut, dass sie zur absoluten Weltspitze gehört und den Intercontinental-Gürtel mehr als verdient hat.

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