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Überglücklich: Filip Schenk © APA/afp / INA FASSBENDER

Im Lead bärenstark, doch das Bouldern verhindert Edelmetall

Die Europameisterschaft des Filip Schenk ist auf fabelhafte Art und Weise zu Ende gegangen. Selbst wenn es im Kombinations-Wettbewerb nicht zu einer Medaille reichte, war der 22-Jährige zurecht überglücklich.

Filip Schenk ist mit dem Ziel nach München gereist, im Lead eine gute Figur abzugeben. Nach Beendigung der Wettkämpfe kann festgehalten werden: Der Sportkletterer aus St. Christina hat seine Erwartungen bei weitem übertroffen. Im Bouldern erreichte er das Finale, im Lead ebenso. Und am Donnerstag belegte er zum krönenden Abschluss im olympischen Kombinations-Wettbewerb den starken vierten Rang. Einzig eine misslungene Boulder-Runde verhinderte eine Medaille.


Das erste der vier Tops, das beinahe alle Athleten meisterten, stellte für Schenk eine unüberwindbare Hürde dar. Er kletterte immerhin – so wie auch beim zweiten Boulder – zu einer Zonenwertung. Auf der dritten Wand zeigte Schenk dann seine Klasse, als er das Top im zweiten Versuch erreichte. Plötzlich war Edelmetall in Reichweite, zumal der Grödner im Lead zur absoluten Weltklasse gehört. Weil er im letzten Boulder aber keine Zone schaffte, waren die Medaillenchancen dahin.

Starke Lead-Leistung
Nun galt es, sich bestmöglich von der Europameisterschaft zu verabschieden. Und das tat Schenk: Im Lead kletterte er beinahe bis ganz nach oben. Erst zwei Griffe unter dem Top fiel Schenk ins Seil. Obwohl er wusste, dass es nicht zu einer Medaille reichen würde, ballte er die Faust und verabschiedete sich mit einem breiten Lächeln von den Zuschauern auf dem Königsplatz.

Der neue Europameister: Jakob Schubert © APA/afp / INA FASSBENDER


Der Kampf um Gold lautete unterdessen Jakob Schubert gegen Adam Ondra. Nach dem Bouldern waren die Dauerrivalen lediglich von zwei Zehntelpunkten getrennt. Also musste das Lead über den Ausgang entscheiden. Zuerst kletterte der Österreicher knapp unters Top, holte sich dadurch 95,1 Punkte und wartete als Führender auf Ondra. Dieser kletterte souverän durch die Wand, rutschte dann aber am entscheidenden Griff ab. Genau jener Griff, der auch Schenk zum Verhängnis wurde. Schubert gewann somit Gold, Ondra Silber, während sich Alberto Gines Lopez aus Spanien über Bronze freute.

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