m Klettern

Nach dem Top in Ekstase: Filip Schenk © APA/afp / TOBIAS SCHWARZ

Schenk klettert sensationell, verpasst aber Edelmetall

Trotz einer grandiosen Leistung hat Filip Schenk bei der Europameisterschaft in München eine Medaille verpasst. Im Boulder-Finale landete der Grödner auf Rang 5.

Schenk war mit dem Vorhaben nach Bayern gereist, im Lead, also dem Vorstiegsklettern, ein starkes Ergebnis einzufahren. Der 22-Jährige übertraf sich jedoch selbst und qualifizierte sich am Donnerstag zunächst für das Boulder-Halbfinale, ehe am Samstagmittag sogar der sensationelle Einzug ins Finale der besten 6 folgte. Noch am Abend stieg er in den Kampf um die Medaillen ein.


Zwar blieb ihm Edelmetall verwehrt, dennoch riss er mit seinen Leistungen die zahlreichen Zuschauer am Königsplatz in München mit. Ging er beim ersten Boulder – wie übrigens auch seine Konkurrenz – noch leer aus, so näherte er sich auf der zweiten Hürde dem Top an. Letzten Endes erreichte er die Zonenwertung, die ihm eine gehörige Portion Selbstvertrauen einhauchte. Auf dem dritten Boulder gelang Schenk dann das, was zuvor keinem einzigen Athleten gelungen war. Er bewältigte die Aufgabe im ersten Versuch – und übernahm dadurch kurzzeitig die Führung. Eine Medaille war nun zum Greifen nah, sollte er am letzten Boulder ebenfalls weit kommen.


Die Strapazen der letzten Tage, in denen Schenk auch die Lead-Qualifikation souverän bewältigt hatte, machten sich dann aber bemerkbar. Der Grödner gab alles, erreichte jedoch nicht die Zone. Obwohl die Medaillenhoffnungen nun dahin waren, verließ der Kletterer mit einem breiten Lächeln den Boulder. Er ließ sich von den Massen feiern und verfolgte den Kampf um die Medaillen. Diese schnappten sich der neue Europameister Nicolai Uznik (Österreich), Sam Avezou aus Frankreich und der favorisierte Adam Ondra (Tschechien). Die nächste Medaillenchance bietet sich am Sonntag, wenn in München ab 12 Uhr die Entscheidung im Lead mit dem Halbfinale beginnt.
Bianchi scheidet aus
Gleichzeitig stand bei der Multi-EM ein weiterer Südtiroler im Einsatz. Bahnradfahrer Matteo Bianchi bestritt das Achtelfinale der Sprinter, musste sich in diesem aber dem britischen Favoriten Jack Carlin geschlagen geben, der die 200 Meter in einer Zeit von 10,175 Sekunden bewältigte. Dennoch kann der 20-jährige Leiferer stolz auf seine Leistungen sein. Wenige Augenblicke später bejubelte Italien dank Miriam Vece über 500 Meter und Vittoria Guazzini in der Einzelverfolgung zwei Bronzemedaillen. Gold schnappten sich die Deutschen Emma Hinze bzw. Mieke Kröger.

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