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Alex Schwazer bei der Pressekonferenz 2012 in Bozen

Alex Schwazer von Antidoping-Behörde dreieinhalb Jahre gesperrt

Der Olympiasieger im Gehen (Peking 2008) wurde am Dienstagnachmittag von der nationalen Antidopingbehörde in Rom für dreieinhalb Jahre gesperrt. Das NOK hatte vier Jahre Sperre gefordert. Schwazers erste Reaktion: "Ich bin enttäuscht, denn in meinen Augen ist das Urteil zu hart."

Schwazer wurde die Einnahme, der Kauf und der Besitz von Dopingmittelnvorgeworfen. Außerdem hatte sich Schwazer vom lebenslänglich gesperrten Dopingarzt Michele Ferrari beraten lassen. Die Einnahme vonEPO hatte der 28-jährige Kalcher selbst zugegeben, nachdem er von der WADA Ende Juli positiv in Kalch getestet worden war.

Die Sperre von Alex Schwazer ist ab Juli 2012 gültig und läuft am 30. Jänner 2016 aus. Schwazer könnte theoretisch also an den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio teilnehmen. Schwazer wurde heute in Rom auch zur Zahlung der Gerichtsspesen in Höhe von 5.500 Euro verurteilt.

Nach der Urteilsverkündung sagten seine Rechtsanwälte Gerhard Brandstätter und Thomas Tiefenbrunner: "Wir werden nun die Urteilsbegründungabwarten und dannprüfen, ob wir Rekurs am Sportgerichtshof in Lausanne einlegen werden. Im Urteil gibt es eine Möglichkeit einer Strafmilderung. Das NOK hatte vier Jahre gefordert, von dem her, ist es besser gegangen als erwartet. Grundsätzlich hatten wir uns aberein milderes Urteil für Alex erwartet. "

Enttäuscht zeigte sich Alex Schwazer ob des Urteils: "Ich denke, dass das definitive Urteil reduziert wird. Ich habe mir schon ein milderes Urteil erwartet, denn ich war sehr transparent. Ich habe einen Fehler gemacht und diesen zugegeben. Ich habe das Epo selbst gekauft und vonniemandem bekommen. Wer sich dopt und nichtsaussagt, der wird nur zwei Jahre gesperrt. Und ich... Ich habe nun viel zu tun in meinem Leben, mir geht es nicht schlecht. Aber die Sperre kann ich so nicht einfach hinnehmen", wird Schwazer von verschiedenen Medien zitiert.

Er denke nicht darüber nach, ob und wann er wiederkommen werde. Für sein Ego sei es aber nicht leicht, diese dreieinhalb Jahre Sperre zu akzeptieren. "Ich habe von niemandem gehört, 'du hast einen Fehler gemacht, jetzt helfen wir dir.' Stattdessen wurden mir nurVorwürfe gemacht."

Autor: sportnews

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