
Julia Kuen und Lucas Clara haben sich beim heurigen Potatorun durchgesetzt.
Erdäpfllauf: Clara zum Zweiten und Kuens Premiere
Allein der Teilnehmerandrang für die 27. Auflage des Südtiroler Erdäpfllaufs hat am Samstagabend gezeigt, warum dieser Lauf mittlerweile zu den beliebtesten Events in ganz Südtirol gehört. 1000 Starterinnen und Starter beim Hauptlauf, dazu 350 Kinder und Jugendliche beim Kinderlauf: Der Ansturm beim Start in Bruneck und im Ziel in Sand in Taufers war enorm. Zu den Siegern der fünften Etappe der Südtiroler Top7-Laufserie kürten sich dabei die Reischacherin Julia Kuen bei den Damen und der Klausner Luca Clara bei den Herren.
29. August 2026
Von: pm
Sowohl beim Start auf dem Rathausplatz in Bruneck als auch im Ziel auf dem Festplatz von Sand in Taufers herrschte am Samstag mächtig Betrieb, schließlich kamen über 1300 Läuferinnen und Läufer verschiedenster Altersgruppen, aber auch zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer zusammen, um der 27. Ausgabe des Südtiroler Erdäpfllaufs beizuwohnen. Dementsprechend großartig war die Stimmung – der Potato Run hat einmal mehr geliefert und für begeisterte Gesichter gesorgt.
Ebenfalls geliefert hat Luca Clara. Der Klausner ging am Samstag nicht nur als Titelverteidiger, sondern auch als absoluter Topfavorit auf den Sieg ins Rennen. Clara läuft bislang eine herausragende Saison und hat das im Pustertal einmal mehr zur Schau gestellt. Über weite Strecken des Rennens war er im Trio mit dem Lokalmatador Simon Stifer, dem Präsident des Laufclub Pustertals, und dem Leiferer Top7-Gesamtführenden Khalid Jbari unterwegs. Auf den letzten Kilometern drückten Clara und Stifter noch einmal auf das Gaspedal. Den Sieg holte sich aber der Klausner vom ASV Gherdeina Runners, der das Ziel nach 59.02 Minuten erreichte, genau 11 Sekunden vor Stifter (59.13 Minuten). Jbari, der den Potato Run im Jahr 2017 für sich entschied, blieb mit der Zeit von 1:00.39 Stunden knapp über der Ein-Stunden-Marke. Mit Stefan Wagger verpasste ein Pusterer Lokalmatador das Podest als Vierter knapp (1:00.58 Stunden). Auf Platz fünf reihte sich der Sarner Noe Thaler ein (1:01.50 Stunden), der heuer ebenfalls eine starke Saison zeigt.
Über seine Titelverteidigung freute sich Clara im Ziel sichtlich, gratulierte aber auch gleich Stifter, der ihm alles abverlangt hatte: „Heute war es sehr spannend. Ein großes Kompliment an Simon Stifter, er hat ein super Rennen gezeigt. Am Ende habe ich es geschafft, ihn um diese paar Sekunden abzuhängen. Das freut mich. Dass es bis zuletzt so spannend geblieben ist, ist zum einen für die Zuschauer interessanter, zum anderen gefällt es mir auch gut, bis zuletzt von den Konkurrenten gepusht zu werden.“
Julia Kuen bricht das Tabu und feiert ihren ersten Potato-Run-Sieg
Während es bei den Herren eine Titelverteidigung gab, durfte bei den Damen über einen Premierensieg gejubelt werden. Julia Kuen aus Reischach hat schon etliche Male am Südtiroler Erdäpfllauf teilgenommen. Ihr bestes Ergebnis war bis dato der zweite Platz bei der 25. Ausgabe im Jahr 2024, außerdem landete sie auch 2019 als Dritte auf dem Podest. Der Sieg blieb ihr aber immer verwehrt. Bis zur 27. Ausgabe am Samstag. Die 26-Jährige vom ASD Atl. Club Toblach hat das Tabu gebrochen und sich mit der Zeit von 1:10.23 Stunden vor all ihren Konkurrentinnen durchgesetzt.Kuen feierte dabei einen Start-Ziel-Sieg. Auch sie ging, wie Clara bei den Herren, als Topfavoritin ins Rennen und wurde ihrer Rolle mehr als nur gerecht. Die Zweitplatzierte, die derzeitige Top7-Gesamtführende Selina Christandl aus Taufers im Münstertal, war zwar nie weit hinter der Pusterer Lokalmatadorin, kam aber nie an sie heran und überquerte die Ziellinie nach 1:12.18 Stunden, knapp zwei Minuten nach der Siegerin. Auf den dritten Platz schaffte es die Brixnerin Lena Zingerle mit der Zeit von 1:14.50 Stunden. Hinter dem Podest reihten sich die Vinschgerin Annemarie Schöpf (1:16.08 Stunden) als Vierte und die Eisacktalerin Natalie Mitterrutzner (1:16.22 Stunden) als Fünfte ein.
Kuen kommentierte ihren ersten Sieg beim Südtiroler Erdäpfllauf wie folgt: „Ich habe mich eigentlich nie nach hinten umgesehen. Ich hatte eine Zeit im Kopf, die ich machen wollte, und habe mich so allein durch das Rennen gekämpft. Dass ich hier erstmals gewinnen konnte, freut mich natürlich sehr. Aber ich weiß auch, dass die Zeit nicht die allerbeste ist. Ich komme nächstes Jahr sicher wieder, um meinen Titel zu verteidigen. Einfach wird das aber sicher nicht.“
Ergebnisse 27. Südtiroler Erdäpfllauf
Top-5 Herren1. Luca Clara (ASV Gherdeina Runners) 59.02 Minuten
2. Simon Stifter (Laufclub Pustertal) 59.13
3. Khalid Jbari (Athletic Club 96 Alperia) 1:00.39 Stunden
4. Stefan Wagger (SSV Bruneck Amateursportverein) 1:00.58
5. Noe Thaler (ASV Lauffreunde Sarntal) 1:01.50
Top-5 Damen
1. Julia Kuen (Atl. Club 2000 Toblach) 1:10.23 Stunden
2. Selina Maria Christandl (ASV Rennerclub Vinschgau) 1:12.18
3. Lena Zingerle (Atl. Club 2000 Toblach) 1:14.50
4. Annemarie Schöpf (ASV Rennerclub Vinschgau) 1:16.08
5. Natalie Mitterrutzner (SG Eisacktal Raiffeisen) 1:16.22
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