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Hermann Achmüller

Explosionen bei Boston-Marathon – Südtiroler wohlauf - UPDATE 2

Am Montag wurde in Boston der älteste Städtemarathon der Welt ausgetragen. Dabei ereigneten sich kurz vor 15 Uhr Ortszeit (21 Uhr MEZ) in unmittelbarer Nähe der Ziellinie zwei Explosionen. Unter den Teilnehmern befanden sich auch Südtiroler, die wohlauf sind. Das bestätigte Hermann Achmüller im Telefoninterview mit SportNews.

Wieviele Opfer es bei den Explosionen gab, ist bisher noch ungeklärt. Nachrichtenagenturen sprechen bisher vonzwei Toten und nach neuesten Informationen zwischen100 Verletzten. Auch die Ursache der beiden Explosionen 30 Meter, bzw. 150 Meter vor dem Ziel im Fairmount Copley Plaza Hotel ist noch nicht zu 100 Prozent geklärt.

Allerdings hat sich in den vergangenen Stunden der Verdacht erhärtet, dass es sich um einen Anschlag handeln soll.Zwei weitere Sprengkörper sollen späterentschärft worden sein, bevor diese explodieren konnten. Außerdem ereignete sich bei der fünf Kilometer entfernten J.-F.-Kennedy-Bibliothek wenige Stunden nach den beiden Detonationen ein dritter Vorfall. Ob es sich um terroristische oder rechtsextreme Anschlägehandelt, darüber wird ebenfalls noch spekuliert.

"Innerhalb von 200 Metern haben sich im Abstand von wenigen Sekunden zwei Explosionen unmittelbar in der Nähe der Ziellinieereignet. Einen dritten Vorfall gab es vor einer halbenStunde bei der J.-F.-Kennedy-Bücherei. Wir können noch keine Auskunftüber den Hintergrundder Tatengeben. Wir bitten alle Menschen in den Hotels zu bleiben, denn es ist eine anhaltende Situation. Wir ersuchensieauch, sich nicht in größeren Gruppen aufzuhalten. Wir wissennoch nicht, ob es zwischen den Explosionen einenZusammenhang gibt", sagte ein Polizeisprecherbei einer Pressekonferenz.


Hermann Achmüller: "Sind wohlauf"

Am Boston Marathon haben am Montaginsgesamt26.000 Läufer teilgenommen, darunter auch drei Südtiroler:Spitzenathlet Hermann Achmüller, dessenLebensgefährtin Tiziana Pignatelli und der Grödner Steven Stuffer.Achmüller hatdie Ziellinie nach 2.28 Stunden als 58. überquert, also rund eineinhalbStunden vor den Detonationen. Auch Pignatelli und Stuffer sindetwa eine halbe Stunde vor der Explosion ins Ziel gekommen.

"Ich steheunter Schock, auch wenn ich die Detonationen nicht direkt mitbekommen habe. Tiziana und ich waren bereits im Hotel, als es passiert ist. Vorhin habe ichkurz geweint. Bei einer solchen Veranstaltung rechnet man nicht mit einem Anschlag. Ich kann nicht verstehen, wie man so etwas tun kann.Ich war so glücklich, dass ich den Marathon gut gelaufen bin. Ein Marathon ist so eine friedliche Veranstaltung. Jeder ist glücklich, dass er es geschafft hat. Und dann passiert so etwas. Es ist unfassbar. Steven Stuffer ist auch im Ziel angekommen. Ich habe ihn noch nicht gehört, denn das Netz hier ist dauernd überlastet. Aber ich gehe davon aus, dass es auch ihm gut geht", sagte Hermann Achmüllerexklusivim Telefoninterview mit SportNews -Redakteur Hannes Kröss.

Autor: sportnews

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