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Siegreich: Michael Hofer. © hkmedia

Hofer und Schweigkofler haben beim Soltn Berghalbmarathon die Nase vorn

Mit dem Erfolg eines Top-Favoriten und einer Überraschungssiegerin endete am Sonntag der Soltn Berghalbmarathon, der nach der Pause im vergangenen Jahr bereits zum 20. Mal über die Bühne ging.

Michael Hofer und Andrea Schweigkofler erzielten auf der 21,1 Kilometer langen Strecke mit 520 Höhenmetern bei idealem Laufwetter die Tagesbestzeit. Den Soltn-Run entschieden Luis Schenk und Georg Premstaller, die die Ziellinie nach 10 Kilometern gemeinsam überquerten, sowie Lisa Thaler für sich.


Mit Titelverteidiger Hofer, dem dreimaligen Sieger Hannes Rungger und Trail-Spezialist Andreas Reiterer nahmen kurz vor 10 Uhr 3 Topathleten am Start in der Sportzone Jenesien Aufstellung, die alle für den Tagessieg beim Südtiroler Herbstklassiker in Frage kamen.

Aber schon bald nach dem Startschuss setzte sich Hofer von der Konkurrenz ab. Der 26-Jährige aus Deutschnofen, der auch in der Top7-Gesamtwertung an erster Stelle liegt, hatte nach rund sieben Kilometern bereits einige hundert Meter Vorsprung auf Rungger herausgelaufen. Reiterer verfolgte das Spitzenduo an dritter Stelle liegend.

Zwar konnte Rungger in der Folge den Rückstand ein wenig verkürzen, doch im abschließenden Teil bergab machte Hofer alles klar. Der Titelverteidiger wiederholte seinen Triumph mit einer Zeit von 1:17.32 Stunden und war damit fast eine halbe Minute schneller, als bei seinem letzten Sieg vor zwei Jahren. Rungger kam zehn Sekunden später ins Ziel und freute sich über den zweiten Platz, während Andreas Reiterer das Podium komplettierte und in 1:19.07 ebenfalls unter der 1:20-Stunden-Marke blieb. Martin Plankensteiner uund Helmut Mair lieferten sich einen packenden Fight um den vierten Platz, den Plankensteiner knapp für sich entschied.

Start-Ziel-Sieg für Andrea Schweigkofler
Bei den Frauen waren alle Augen auf Petra Pircher gerichtet. Sie lag vor dem Soltn-Berghalbmarathon in der Top7-Wertung schließlich an erster Stelle und hat in Jenesien auch zwei Tagessiege zu Buche stehen. Doch die bald 50-jährige Laaserin erklärte vor dem Startschuss, dass sie am Oberschenkel verletzt sei. In der Tat lief Pircher alles andere als rund, kämpfte sich aber ins Ziel und belegte am Ende Rang sechs. In den Kampf um den Tagessieg konnte Pircher jedoch nicht eingreifen.

Nicht zu schlagen: Andrea Schweigkofler. © hkmedia



Dafür feierte die Meranerin Andrea Schweigkofler einen Start-Ziel-Sieg. Die 36-Jährige vom SC Meran, die am Sonntag zum ersten Mal nach zwei Jahren wieder ein Rennen bestritt, lief ihren Rhythmus und überquerte beim Soltn Berghalbmarathon am Sportplatz in Jenesien nach 1:37.46 Stunden als erste die Ziellinie. Mit über vier Minuten Rückstand belegte die in Gröden wohnhafte Innsbruckerin Sarah Schenk den zweiten Platz, während Marion Wenter in 1:45.23 Rang drei einnahm. Die 1:50-Stunden-Marke knackte auch Karolina Rosa Thaler aus dem Sarntal, der eine Zeit von 1:49.31 zu Buche stand.
Schenk und Premstaller laufen gemeinsam über die Ziellinie
Gleich zwei strahlende Sieger gab es beim Soltn-Run über 10 Kilometer mit 140 Höhenmetern. Hier liefen der Grödner Luis Schenk und der Sarner Titelverteidiger Georg Premstaller nach 34.10 Minuten zeitgleich im Ziel ein. Jürgen Wieser vom ausrichtenden ASV Jenesien Raiffeisen Soltnflitzer wurde mit 1.10 Minuten Rückstand dritter.

Auch bei den Frauen gab es einen Erfolg einer Athletin aus dem Sarntal. Die erst 18-jährige Lisa Thaler entschied das Rennen in 41.01 Minuten vor ihrer Teamkollegin Maria Moser für sich, die 44 Sekunden auf die Tagessiegerin einbüßte. Das Podium komplettierte die Schweizerin Maja Luder-Gautschi, die in Südtirol wegen ihrer vier Siege beim Reschenseelauf Bekanntheit erlangte.
Die Veranstalter ziehen zufrieden Bilanz
Mit dem Verlauf der Jubiläumsausgabe – der Soltn Berghalbmarathon wurde am Sonntag zum 20. Mal ausgetragen – zeigten sich die Veranstalter vom ASV Jenesien Raiffeisen Soltnflitzer zufrieden.

„Es herrschte lange Zeit Unsicherheit, ob wir das Rennen machen können oder nicht. Unser Fazit fällt aber allemal positiv aus. Wir haben ungefähr 150 Teilnehmer im Ziel – und diese strahlen alle über das ganze Gesicht. Das ist das Wichtigste. Ich möchte mich bei allen Athletinnen und Athleten für die Teilnahme und das penible Einhalten der Sicherheitsmaßnahmen bedanken. Mein größter Dank geht aber zum einen an unsere vielen freiwilligen Helfer, sowie an unsere Sponsoren, die uns tatkräftig unterstützen. Ohne sie könnten wir so ein Event nicht organisieren“, sagte Ok-Chef Hansjörg Prugg abschließend.
Die Stimmen zum Rennen
Michael Hofer (ASV Deutschnofen/Sieger): „Ich bin natürlich sehr zufrieden. Es waren perfekte äußere Bedingungen, vielleicht eine Spur zu warm. Nach meiner Verletzung bin ich mit einer guten Form angetreten und spüre noch ein leichtes Zwicken. Hier in Jenesien gefällt es mir immer sehr gut, denn die Strecke ist abwechslungsreich und es gibt für uns Teilnehmer wirklich ein tolles Panorama. Jetzt werde ich noch beim Age-Factor-Run antreten und Anfang November möchte ich bei einem Halbmarathon an den Start gehen, um dort die Saison mit einer Top-Zeit abzuschließen.“

Hannes Rungger (Sportler Team/2. Platz): „Nach langer Zeit ist mir wieder ein gutes Rennen gelungen, weshalb ich sehr zufrieden bin. Für mich ist das wieder ein Startpunkt, nachdem ich in Vergangenheit körperliche Probleme hatte. Aber jetzt habe ich das Gefühl, dass es wieder runder geht. Deshalb hoffe ich, dass ich jetzt im Herbst ein paar gute Rennen machen kann und im nächsten Jahr eine gute Saison.“

Andreas Reiterer (ASV Telmekom Team/3. Platz): „Ich bin andere, längere Distanzen gewöhnt aber für mich ist das ein wirklich tolles Training unter Wettkampfbedingungen, bei dem ich versuchen kann, wieder Schnelligkeit in meine Beine zu bekommen. Jetzt habe ich noch ein großes Rennen vor mir, die Transvulcania im Oktober auf Gran Canaria, und im Winter möchte ich dann bei der WM angreifen.“

Andrea Schweigkofler (SC Meran/Siegerin): „Das Rennen ist für mich wirklich super verlaufen. Ich habe am Anfang geschaut einen guten Rhythmus zu finden und diesen durchzuziehen, was mir gelungen ist. Ich liebe diese Strecke, fühle mich beim Soltn Berghalbmarathon immer sehr wohl und auch die Bergab-Passagen mag ich sehr.“

Schlagwörter: Leichtathletik Berglauf Soltn

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