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Die Sieger des heutigen Tages: Bernadette Schuster (Mitte) und Konstantin Wedel (links). © Tobias Unterhofer / Tobias Unterhofer

In Reschen ist wieder Wedel angesagt

Der Deutsche Konstantin Wedel heimst mit einem 'veni, vidi vici' die 22. Ausgabe des Reschenseelaufs ein, dabei liefert er ein Rennen mit rekordnaher Zeit vor Soffientini und Jbari – Österreicherin Bernadette Schuster schlägt die Südtirolerin Ylvie Folie.

Konstantin Wedel, er schon wieder! Der Nürnberger, der sich nicht mit dem Sieg bei der Sonderausgabe des Nachtrennens 2019 begnügte, gewann heute die 22. Auflage des Reschenseelaufs. Ein wichtiger Sieg, der erste Platz in der nahe seines Gesamtrekords und der Versuch, seine Zeit zu verbessern. Zum Abschluss der 15,3 km um den Reschensee überquerte er die Ziellinie in Graun im Vinschgau, wo er den halb versunkenen Glockenturm grüßte, nach 47:32 Minuten und schlug damit den Vorjahressieger Andrea Soffientini, mit dem er sich mehr als drei Viertel des Rennens die Führung geteilt hatte, um 41 Sekunden. Im Finale versuchte Soffientini sich zu strecken, gewann etwa 20 Sekunden, dann der Ausfallschritt des Deutschen und der Zieleinlauf zwischen zwei Flügeln der Menge.


Wedel, in der Vergangenheit auch Zweiter und einmal Dritter, hatte die Nachtausgabe 2019 in Rekordzeit gewonnen und bestätigte nun seine Überlegenheit. „Der Reschenseelauf ist eine fantastische Veranstaltung, ich bin zum vierten Mal hier und stand schon mehrmals auf dem Podium. Das Rennen ist nicht einfach und es ist heute auch sehr heiß“, sagte er, nachdem er die Ziellinie überquert hatte.
Auf der dritten Staffel des Podiums stand der Bozner Khalid Jbari, der in Wahrheit keinen guten Tag erwischt hatte und auf den ersten 10 Kilometern sogar zur Aufgabe neigte; dann zog er das Tempo an, tat sich mit dem Südtiroler Markus Ploner zusammen und zog im Finale davon. Von den 2.300 angemeldeten Teilnehmern waren über 2.000 am Start, angezogen von dem herrlichen Tag, der zwar warm war, aber in den Passagen am Waldrand zeitweise abkühlte.

Wedel (rechts) gewann am Reschen nach 2019 erneut. © Newspower


Auch bei den Frauen war es immer ein munteres Führungsrennen. Am Start gab Lisa Leuprecht das Tempo vor, doch schon beim fünften Kilometer hatte sich die Österreicherin Bernadette Schuster an ihre Fersen geheftet, zog an ihr vorbei und übernahm dann die Führung, die sie bis ins Ziel hielt. Schuster verwaltete ihren Vorsprung klug und kam in 1:52 Stunden ins Ziel. Das ist sicherlich keine außergewöhnliche Zeit, aber genug, um ihren Namen in die umfangreiche Ehrenliste einzutragen. Der zweite Platz ging an die Südtirolerin Ylvie Folie aus St. Valentin auf der Haide, die die zweite Podiumsstaffel mit 3'14„ vor der aus Rumänien stammenden Toskanerin Ioana Lucaci erklimmen konnte.

Folie wurde hinter Schuster zweite. © Newspower


Die Österreicherin war sehr zufrieden: “Das Rennen war sehr hart, weil ich letzte Woche noch ein Bergrennen bestritten habe, das besonders schwierig war. Aber es war großartig, das Rennen ist wunderschön und das Rennen am Reschensee hat mich sehr bewegt. Ich bin zum ersten Mal hier, ich habe hier trainiert, aber jetzt bin ich endlich wieder bei einem Rennen dabei. Ich betreibe alle Arten von Laufsport, Marathons, Berglauf... Ich probiere viele Arten aus. Letztes Jahr hatte ich Probleme mit den Beinen, und jetzt versuche ich herauszufinden, was ich tun kann, ich bin zurück und fühle mich gut. Ich war 2012 österreichische Staatsmeisterin im Laufen und habe an vielen Crossläufen teilgenommen, mit rund 25 Titeln.

Zahlreiche Teilnehmer nahmen am Lauf teil. © Newspower


Aber der Reschenseelauf ist vor allem eine Veranstaltung für Amateure, die die Strecke rund um den Südtiroler See besonders schätzen: ein flacher erster Teil, ein zweiter Teil mit Auf- und Abfahrten, kurz aber in kontinuierlicher Folge. Auch Thomas und Claudia Wenning, die im letzten Jahr geheiratet haben, waren wieder dabei... beim Reschenseelauf: „Es ist immer schön, zurückzukommen, letztes Jahr haben wir auf dieser Strecke einzigartige Emotionen erlebt. Heute ist es sehr heiß und ich bin nicht mehr so jung wie früher, aber es ist immer wieder schön“, sagte Thomas, während Claudia erwiderte: „Es ist wirklich ein tolles Gefühl und die Leute sind sehr freundlich, unser Wunsch ist es, dieses Rennen jedes Jahr für die nächsten 25 Jahre laufen zu können!“

Die Zieleinläufe dauerten bis in die späten Abendstunden an, während in der Nähe der Ziellinie die Teilnehmer, Begleitpersonen und Zuschauer feierten. Am Nachmittag gingen die Jugendlichen beim Apple Run auf die Strecke. Ein Schwarm junger Läuferinnen und Läufer entfachte im Vorfeld die Begeisterung für den 22. Wettlauf.

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