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Alex Schwazer und sein Anwalt Gerhard Brandstätter auf dem Weg zum Gericht. © DLife

LIVE | Alex Schwazers Kampf vor Gericht

Tag der Wahrheit für Alex Schwazer: Ab 16.30 Uhr präsentiert Giampietro Lago, Chef des Carabinieri-Labors RIS, am Landesgericht in Bozen sein zweites Gutachten zum Fall Alex Schwazer. SportNews und STOL informieren Sie in Echtzeit über die neuesten Geschehnisse und Erkenntnisse.


21.20 Uhr: Die Anhörung ist zu Ende. Ein klares Ergebnis – gibt es nicht. Richter Walter Pelino wird sich Zeit nehmen, um die Entscheidung für die weitere Vorgehensweise zu treffen. Die Schwazer-Seite hofft, dass ein neuerliches Gutachten in Auftrag gegeben wird, in dem herausgefunden werden soll, warum der DNA-Wert Anomalien aufweist.

20.52 Uhr: Die Anhörung biegt auf die Zielgerade ein. In Kürze wird Richter Walter Pelino entscheiden, wie es im Fall Alex Schwazer weiter geht.

20.30 Uhr: Bevor es zum Schlusswort kommt, will Schwazers Anwalt Gerhard Brandstätter noch einige Punkte mit RIS-Chefermittler Giampiero Lago klären.

19.49 Uhr: Von Seiten der Rechtsvertreter der Verbände und der WADA hagelt es weiter Fragen auf RIS-Chefermittler Giampiero Lago. Dieser schildert geduldig seinen Analysevorgang.

Giampiero Lago hat die zentrale Rolle in der Anhörung. © DLife


19.30 Uhr: Die Anhörung dauert mittlerweile bereits 3 Stunden. Die unterschiedlichen Parteien diskutieren die Auslegung und Interpretationen von Oberst Lagos Ermittlungsanalyse.

19.02 Uhr: Unter den aufmerksamen Zuhörern sitzt übrigens auch Alex Schwazers langjähriger Trainer, der als Dopingbekämpfer bekannte Sandro Donati. Er hatte unmittelbar vor der Anhörung gesagt: „Solang man mir keine Pistole in den Mund hält, werde ich alles auspacken. Ich werde auch auf Schadenersatz klagen. Alex will unbedingt die Wahrheit wissen, ich will es auch.“

Sandro Donati hört im Bozner Gerichtssaal ganz genau hin. © DLife


18.50 Uhr: Mittlerweile hat Oberst Lago sein Gutachten fertig präsentiert und muss sich nun den Fragen der Staatsanwaltschaft sowie der Anklage- und Verteidigungsseite stellen.

18.22 Uhr: Auf Nachfrage von Richter Pelino antwortet Oberst Lago ganz klar: „Schwazers DNA-Wert ist eine Anomalie. Gründe dafür könnte es mehrere geben.“ Auf neuerliches Nachhaken des Richters nennt Lago mehrere Hypothesen, darunter auch die Möglichkeit, dass die Probe nachträglich bearbeitet worden sein könnte.

RIS-Ermittler Giampiero Lago (vorne rechts) beantwortet die Fragen von Untersuchungsrichter Walter Pelino.


17.56 Uhr: Bei der Beschaffung der Proben aus dem Doping-Labor in Köln habe es Schwierigkeiten gegeben, erklärt Oberst Lago. Die WADA soll in Bezug auf die Flüssigkeitsmengen in den Urin-Proben Angaben gemacht haben, die nicht der Wahrheit entsprachen.

17.35 Uhr: Oberst Lago erklärt, dass 2018 binnen kurzer Zeit insgesamt 7 unangemeldete Testproben bei Alex Schwazer durchgeführt wurden, von denen alle ausgewertet werden konnten. Der DNA-Wert entsprach dabei dem Durchschnitt der Personen in Schwazers Alter. Nun erhebt sich Anwalt Brandstätter und erstmals wird es laut im Gerichtssaal. „Wie kann es dann sein, dass die WADA so abnormal hohe Werte in Schwazers Urin vorliegen hat und das auch noch in einer Probe, die lange Zeit einbehalten worden ist?“, so Brandstätter mit wütender Stimme.

17.20 Uhr: RIS-Chefermittler Oberst Giampietro Lago erläutert das Gutachten. Kern der Aussagen: Es gibt große Diskrepanzen zwischen A- und B-Proben sowie eine extrem hohe DNA-Dichte in Schwazers Urin, die außer jeder Logik sind.

16.45 Uhr: Mittlerweile haben im Saal alle Platz genommen. Die Anhörung geht los.

Schwazer vor der Gerichtsverhandlung (Foto: DLife).


16.31 Uhr: Schwazer und sein Rechtsanwalt Brandstätter betreten das Gericht. Gegenüber SportNews sagt Schwazer kurz und knapp. „Ich bin mit dem Bericht, der heute vorgelegt wird, sehr zufrieden. Ich habe immer an Gerechtigkeit geglaubt und werde das weiterhin tun, auch wenn sich das alles noch über Monate hinziehen sollte.“

16.25 Uhr: Alex Schwazer fährt zusammen mit seinem Anwalt Gerhard Brandstätter in einem schwarzen Geländewagen zum Gericht in Bozen vor. Der Medienrummel ist riesig: Rund 30 Journalisten aus ganz Italien – aber auch aus Deutschland – sind in die Landeshauptstadt gekommen, um der Verhandlung beizuwohnen.

Autor: det/fop

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