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Alex Schwazer kämpft vor Gericht. © det

LIVE | Der Schicksalstag für Alex Schwazer

Am Montag wird im Landesgericht Bozen das mit Spannung herbeigesehnte Gutachten über Alex Schwazer präsentiert. Es soll neue, entlastende Erkenntnisse für den Südtiroler Leichtathleten bringen. SportNews ist live vor Ort.


15.34 Uhr: Das Beweissicherungsverfahren ist beendet. Nun liegt es am Staatsanwalt, zu entscheiden, ob er gegen Alex Schwazer Anklage erhebt oder ob das Verfahren gegen den Wipptaler eingestellt wird. In diesem Fall wäre Alex Schwazer freigesprochen und er hätte gute Karten in der Hand, dass auch seine 8-jährige Sperre aufgehoben wird. Die ausführliche Zusammenfassung des Verfahrens finden Sie hier.

15.17 Uhr: Richter Walter Pelino fragt den Oberst Lago nach seiner persönlichen Meinung über den abnormal hohen Wert der DNA-Dichte. Lago antwortet: „Schlussendlich sind 3 Möglichkeiten übrig geblieben, wie dieser Wert zustande gekommen ist. Entweder durch Doping, entweder durch eine Erkrankung des Athleten oder durch eine Manipulation. Mehr möchte ich nicht sagen.“ Danach erklärt der Richter das Beweissicherungsverfahren für beendet.

14.53 Uhr: Jetzt prüft auch Gerhard Brandstätter, der Anwalt von Alex Schwazer, die Analyse von Oberst Lago auf Herz und Nieren. Die Anhörung am Bozner Landesgericht biegt auf die Zielgerade ein.

14.28 Uhr:
Die Anhörung dauert mittlerweile 3 Stunden. Die Parteien diskutieren die Auslegung und die Interpretation von Oberst Lagos Ermittlungen. Vor allem die Anklage bohrt immer wieder nach und schreckt auch vor forschen Tönen nicht zurück.

13.59 Uhr: Ermittlungschef Giampietro Lago stellt sich den Fragen der Anklage und der Verteidigung und führt seine Analyse in aller Ruhe aus. Gebetsmühlenartig wiederholt er: „Die Probe kann nachträglich manipuliert worden sein. Einen eindeutigen Beweis dafür haben wir aber nicht.“

13.30 Uhr:
Alex Schwazer und sein Clan sind zuversichtlich. Hier unterhält sich der Geher aus Kalch (rechts) unter anderem mit seinem Trainer Sandro Donati (Mitte).


13.10 Uhr:
Nach einer halbstündigen Pause geht es im Saal A des Landesgerichts Bozen weiter.

12.34 Uhr: Diese neue Erkenntnis von Chefermittler Lago hat es in sich. 37 FIDAL-Athleten, die im Alter, dem Gesundheitszustand sowie der sportlichen Betätigung ein ähnliches Profil wie Alex Schwazer aufweisen, sind in den letzten Wochen getestet worden. Das Ergebnis: Bei keiner der Testpersonen wurde dieselbe DNA-Dichte festgestellt wie bei dem Geher aus Kalch – im Gegenteil: Die Unterschiede sind enorm. Heißt in anderen Worten: Durch ein Übertraining kann die erhöhte DNA-Dichte in Schwazers Urin nicht zustande gekommen sein.

12.24:
Schwazer verfolgt das Geschehen im Gerichtssaal mit Ruhe.


11.55 Uhr:
Welches Ergebnis wird der heutige Tag bringen? Ob Schwazer schuldig ist oder nicht, das wird heute nicht entschieden. Richter Walter Pelino sammelt lediglich alle Beweise, die der Chefermittler Giampietro Lago vorbringt. Diese werden dann dem Staatsanwalt gegeben, der entscheidet, ob gegen Schwazer Anklage erhoben wird oder ob er unschuldig ist. Deshalb wird mit Spannung erwartet, welche neuen Erkenntnisse Lago heute einbringt. Sollte sich der Staatsanwalt für Schwazers Unschuld entscheiden, dann besteht für den Geher aus Kalch wieder Hoffnung, dass seine achtjährige Sperre aufgehoben wird.

11.43 Uhr:
Giampietro Lago bekräftigt in seiner Anhörung erneut, dass Schwazers DNA in der Urin-Probe extrem stark von normalen, menschlichen Werten abweiche. Die Anklageseite, sprich die WADA, durchbohrt den Chefermittler daraufhin mit Fragen. Dieser schildert geduldig seine Analyse.

11.24 Uhr: Um was geht es eigentlich? Immer um die Urin-Probe von Alex Schwazer, die er am 1. Jänner 2016 abgegeben hatte und in der Folge positiv synthetisches Testosteron getestet worden war. Schwazer hat seine Schuld stets bestritten und sagte, er sei Opfer eines Komplotts geworden. Im Oktober 2019 hatte RIS-Chefermittler Giampietro Lago am Landesgericht Bozen erklärt, dass Schwazers DNA in der Doping-Probe eine Anomalie war. Erstmals stand also effektiv der Verdacht einer Manipulation im Raum. Heute wird das Beweissicherungsverfahren abgeschlossen, dabei sollen neue, entlastende Beweise für Schwazer präsentiert werden.

Das Interesse ist auch am Montag wieder groß. © det


11.14 Uhr: In Kürze beginnt am Landesgericht Bozen der finale Akt des Beweissicherungsverfahren. Zahlreiche Journalisten aus dem In- und Ausland sind mit dabei.

Autor: det

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