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Lukas Rifesser beim Training in Potchefstroom

Lukas Rifesser bereitet sich in Südafrika auf Comeback vor

Die Leidenszeit von Lukas Rifesser scheint beendet zu sein. Der EM-Halbfinalist über 800 m bereitet sich seit 28. Dezember in Potchefstroom (Südafrika) auf sein Comeback nach 18-monatiger Wettkampfpause vor. Rifesser möchte am 29. Jänner bei einem Hallenmeeting in Wien an den Start gehen.

Dass ein im April 2010 akut gewordenes Knochenödem an vier Fußwurzelknochen des linken Fußes eine so lange Leidenszeit mit sich ziehen würde, hätte Lukas Rifesser nicht gedacht. Seitdem hat der 26-jährige Brunecker zwar einige Erfolge gefeiert - u.a. das Erreichen des EM-Halbfinales 2010 über 800 m - doch die WM-Form von 2009, als er in 1:45.88 neuen Landesrekord lief, hat Rifesser nie mehr erreicht. Seit dem 19. Juli 2011 (1:47.11 in Lignano Sabbiadoro), hat Rifesser gar kein Rennen mehr bestritten. Ein Comeback musste er immer wieder verschieben. Stattdessen probierte er es geduldig mit alternativen Trainingsmethoden wie Acquajogging oder einer speziellen Stoßwellentherapie. Die wettkampffreie Zeit nützte Rifesser für andere Dinge außerhalb der Leichtathletik. "Ich habe andere Sportarten probiert, bin viel in die Berge gegangen. Obendrein habe ich in Innsbruck ein Sportstudium begonnen", erzählt Rifesser. In dieser Zeit hat der 26-Jährige allerdings auch gemerkt, wie wichtig das Laufen für ihn ist.

Erste Tests mit den Kollegen der Nationalmannschaft beim Trainingslager Anfang Dezember in San Vincenzo sind positiv verlaufen. Seit 28. Dezember bereitet sich Lukas Rifesser im Höhentrainingslager in Potchefstroom (1500 m) auf seinen ersten Wettkampf seit 18 Monaten vor. Im südafrikanischen Trainingszentrum war Rifesser bereits 2006 zu Gast. Auf Anweisungen seines Trainers Gianni Ghidini absolviert er gemeinsam mit Mohad Abdikadar und Soufiane El Kabbouri 12 Trainingseinheiten pro Woche. "Hier in Potchefstroom finde ich alles, was das Läuferherz begehrt", schwärmt Rifesser. Außerdem hat er in Potchefstroom auch die Gelegenheit, sich mit der beinahe vollzählig vertretenen europäischen Elite über 800 m wie Marcin Lewandowski (PB 1:43.84) oder Adam Kszcot (PB: 1:43.30) zu messen.

Bis 22. Jänner bleibt Rifesser noch in Südafrika. Beim Hallenmeeting am 29. Jänner in Wien sollte die Leidenszeit von Lukas Rifesser dann endgültig Geschichte sein. Am 16./17. Februar möchte der Brunecker Vollblutsportler auch an der Hallen-Italienmeisterschaft teilnehmen. Weiter will Rifesser allerdings noch nicht schauen: "Ich bin einfach nur froh, endlich wieder schmerzfrei laufen zu können."

Autor: sportnews

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