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John Geddert (links) beim Gewinn der Olympiamedaille im Jahre 2012. © APA/afp / -

Nach Missbrauch-Vorwürfen: Ex-US-Trainer Geddert begeht Selbstmord

In den Ermittlungen um den systematischen Missbrauch von Kunstturnerinnen in den USA wurden am Donnerstag schwere Vorwürfe gegen den ehemaligen Nationaltrainer John Geddert erhoben. Nur wenige Stunden später war er Tod – Selbstmord.

Der ehemalige Teamarzt der US-amerikanischen Turnmannschaft, Larry Nassar, wurde 2018 zu insgesamt 175 Jahren Haft verurteilt. In allen Anklagefällen, von Kinderpornografie, sexuellen Missbrauchs bis über zu Menschenhandel, wurde Nassar damals für schuldig bekundet. Der damalige Trainer Geddert, mit dem die USA bei den Olympsichen Spielen 2012 in London Gold gewann, musste nach der Verurteilung umgehend zurücktreten. Am Donnerstag wurde dann auch er angeklagt, auch gegen ihn starteten die Ermittlungen wegen sexuellen Missbrauchs und Menschenhandel. Nur wenige Stunden später wurde Geddert tot aufgefunden.


Nach dem Bekanntwerden des Tods von Geddart haben auch mehrere britische Turnerinnen schwere Vorwürfe gegen den Verband erhoben. Auch sie seien jahrelang Opfer von psychischer und physischer Misshandlungen gewesen. Ihre Vorwürfe umfassen unter anderem Mobbing und den unangemessenen Einsatz körperlicher Gewalt gegen Minderjährige. Der Turnverband British Gymnastics teilte mit, dass die Turnerinnen eine finanzielle Entschädigung fordern. Laut der Agentur AP geht die Anwaltskanzlei, die die Gruppe der Frauen vertritt, die zwischen 15 und 43 Jahre alt sind, davon aus, dass die Zahl der Turnerinnen noch zunehmen und möglicherweise auch Männer umfassen wird.

Autor: fs/dpa

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