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Yeman Crippa will in Bozen möglichst vorne angreifen. © Mosna

Olympisches Flair beim BOclassic

Eine Woche vor dem traditionsreichen Silvesterlauf kündigten die Veranstalter vom Läufer Club Bozen drei weitere Topstarter an. Die Zuschauer dürfen sich auf Teilnehmer der letzten Olympischen Spiele in Tokio freuen.

Bei den drei außergewöhnlichen Teilnehmern handelt es sich um Eyob Faniel, sowie die beiden Trentiner Yeman Crippa und Nadia Battocletti. Die drei Azzurri haben ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Faniel sicherte sich den italienischen Rekord im Halbmarathon (1:00,07 Stunden) und landete beim Olympia-Marathon von Tokio auf Platz 20. Sein Highlight war aber mit Sicherheit sein dritter Platz beim New York City Marathon. 2019 konnte der Langstreckenspezialist den BOclassic für sich entscheiden.


Keine weite Anreise nach Bozen hat am Silvestertag Yeman Crippa. Der 25-Jährige, der in Äthiopien geboren wurde, lebt seit 20 Jahren in Trient und ist der unbestrittene Publikumsliebling beim BOclassic Südtirol. Crippa gewann 2018 bei den Europameisterschaften in Berlin die Bronzemedaille über 10.000 Meter und führte Italien bei den letzten beiden Team-Europameisterschaften zur Goldmedaille.

Crippa hält die italienischen Rekorde über die nichtolympische Strecke von 3000 Metern, sowie über seine Parade-Distanz über 10.000 Meter, in der er es bei den Olympischen Spielen in Tokio ins Finale schaffte und am Ende Rang elf belegte. In Bozen schrammte Crippa an Silvester mehrmals knapp am Podium vorbei – heuer soll es am letzten Tag des Jahres endlich mit dem ersehnten Stockerlplatz klappen.

Battocletti soll den Bann brechen
Bei den Frauen möchte Nadia Battocletti für Furore sorgen, die vor 21 Jahren in Cles geboren wurde. Und schaut man sich ihre Ergebnisse im abgelaufenen Sommer an, so könnte die Trentinerin dieses Vorhaben durchaus in die Tat umsetzen. Battocletti gewann bei den Team-Europameisterschaften in Polen Gold mit der italienischen Auswahl und landete bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio über 5000 Meter mit der zweitbesten italienischen Zeit (14.46,29 Minuten) auf dem sensationellen siebten Platz.

Vielleicht gelingt Battocletti ja ein ähnliches Kunststück wie vor zwei Jahren Eyob Faniel – auf den Sieg einer Italienerin wartet man in Bozen seit dem 31. Dezember 1988, als die legendäre Maria Curatolo auf dem Waltherplatz triumphierte, vergeblich.

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