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Roberto Ferrari beim Training Mitte der Woche im Central Park Roberto Ferrari bei der Startnummernausgabe

Roberto Ferrari: New York Marathon zum 50. Geburtstag

Rund 20 Südtiroler werden am Sonntag einen der prestigeträchtigsten Läufe der Welt bestreiten: den New-York-City-Marathon. Einer von ihnen, der Leiferer Roberto Ferrari, wird am Tag vor dem Rennen 50 Jahre alt.

Ferrari freut sich schon seit Wochen auf den großen Tag. Gemeinsam mit seiner Familie ist er vor einer Woche in die USA geflogen. Am heutigen Samstag wird der Leiferer 50 Jahre alt. Doch groß feiern wird er seinen Jubeltag erst tags darauf: Wenn am Sonntagvormittag auf der Verrazano-Brücke der Startschuss zu einem der schönsten Marathons der Welt fällt.

„Die Vorbereitung lief nicht ganz optimal, deshalb werde ich das Rennen ohne Stress angehen. Wichtig ist, dass ich ins Ziel komme“, sagt Ferrari, der noch lieber an Trail-Rennen teilnimmt. „Der New York Marathon übt aber eine ganz besondere Faszination auf mich aus, und deshalb wollte ich meinen 50. auch hier bei diesem Rennen feiern“, so Ferrari weiter.

Ferrari wird mit Sicherheit nicht der schnellste der rund 20 heimischen Läuferinnen und Läufer sein. Und um den Sieg kämpfen in „Big Apple“ ohnehin andere. Geoffrey Mutai und Wilson Kipsang etwa: Die beiden Kenianer gelten als Topfavoriten beim Lauf-Klassiker durch alle fünf Stadtteile von New York. „Ich werde versuchen, den Rekord zu verbessern. Geoffrey und ich werden zusammenarbeiten, und wenn die äußeren Bedingungen stimmen, habe ich keine Zweifel, dass ein Streckenrekord möglich ist“, wird Kipsang mit Blick auf Mutais Bestmarke in New York von 2:05.06 Stunden von der deutschen Nachrichtenagentur DPA zitiert. Kipsang lief vor einem Jahr in Berlin Weltrekord (2:03:33), verlor diesen Ende September an Landsmann Dennis Kimetto, der in Berlin in 2:02.57 Stunden siegte.

Aufgrund des Streckenprofils mit vielen Steigungen und Kurven ist der Weltrekord in der US-Metropole nicht in Gefahr. Allerdings könnte Kimetto den Gesamtsieg in der World-Marathon-Majors-Serie verpassen. Durch seine drei Erfolge (Tokio 2013, Chicago 2013, Berlin 2014) weist er im Rennen um den Jackpot von einer halben Million Dollar 75 Punkte auf. Kipsang hat vor seinem New-York-Debüt 51 Zähler. Bei einem Sieg in „Big Apple“ könnte er Kimetto noch abfangen.

Mehr als eine Million Menschen werden entlang der 42,195 Kilometer von der Verrazano-Brücke bis zum Ziel im Central Park erwartet. Unter den 50.000 Teilnehmern befinden sich indessen Roberto Ferrari, der seinen runden Geburtstag feiert. Und die rund 20 anderen Südtiroler Athleten, die sich das Laufspektakel in New York nicht entgehen lassen wollen.

Autor: sportnews

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