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Alex Schwazer (links) und sein Anwalt Gerhard Brandstätter im Bozner Gerichtssaal. © DLife

Schwazer darf hoffen: „Die DNA ist eine Anomalie“

Am Donnerstagnachmittag wurde im Landesgericht Bozen das mit Spannung erwartete RIS-Gutachten zum Doping-Fall Alex Schwazer präsentiert. Klar ist: Der ehemalige Weltklasse-Geher darf weiterhin hoffen.

Dass das Thema Alex Schwazer die Sport-Welt elektrisiert, wurde am späten Donnerstagnachmittag einmal mehr deutlich. Beim Beweissicherungsverfahren im Landesgericht Bozen waren rund 30 Journalisten aus dem In- und Ausland zugegen. Sie bekamen einen locker auftretenden Alex Schwazer zu sehen, der vor Beginn der Anhörung sagte: „Ich habe immer an Gerechtigkeit geglaubt und werde das weiterhin tun, auch wenn sich das alles noch über Monate hinziehen sollte.“

Mit dem Gutachten, das vorgestellt wurde, sei er sehr zufrieden, sagte Schwazer. Und in der Tat darf der Wipptaler weiter hoffen: RIS-Chefermittler Oberst Giampietro Lago bestätigte gegenüber Richter Walter Pelino, dass in Schwazers verhängnisvoller Doping-Probe, abgegeben am 1. Jänner 2016, eine abnormal hohe DNA-Dichte im Urin vorherrsche. „Schwazers DNA-Wert ist eine Anomalie“, so Lago.

Schwazer-Seite hofft auf neues Gutachten
Woher diese Anomalie stammt, ist noch nicht klar. Oberst Lago nennt erstmals auch die Hypothese, dass die Probe nachträglich manipuliert worden sein könnte. Ein Ergebnis hat das fünfstündige Beweissicherungsverfahren am Donnerstag keines gebracht. Richter Walter Pelino wird sich Zeit nehmen, um die Entscheidung für die weitere Vorgehensweise zu treffen. Die Schwazer-Seite hofft, dass ein neues, tiefgründigeres Gutachten in Auftrag gegeben wird, in dem herausgefunden werden soll, wie es zum abnormal hohen DNA-Wert kommen konnte. Denn der ehemalige Weltklasse-Geher ist sich nach wie vor sicher, dass er reingelegt wurde.


In unserem Ticker zum Nachlesen: Die gesamte Anhörung im Landesgericht Bozen mit zahlreichen Bildern.

Autor: det

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