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Alex Schwazer musste den Anti-Doping-Ermittlern Rede und Antwort stehen

Schwazer drei Stunden lang verhört – „Bleibe bei meinen Aussagen“

Am Dienstag stand Alex Schwazer dem italienischen Olympischen Komitee (CONI) in Rom Rede und Antwort. Neue Details über seine Dopingaffäre kamen dabei keine ans Tageslicht.

Um 16 Uhr betrat Alex Schwazer, in Begleitung seiner Managerin Giulia Mancini und Anwalt Gerhard Brandstätter, wortlos das CONI-Gebäude in Rom. Anschließend wurde er bis kurz nach 19 Uhr von Staatsanwalt Ettore Torri und den Anti-Doping-Ermittlern des italienischen Verbands befragt. In erster Linie ging es dabei um die Beschaffung der Dopingmittel und seine Kontakte zu Doktor Michele Ferrari, allerdings wurde der Kalcher zu einer möglichen Verstrickung in die Dopingaffäre von Carolina Kostner befragt. „Mir wurden Fragen gestellt und ich habe sie alle beantwortet. Ich habe genau die selben Sachen gesagt, die ich bereits vor drei Monaten erwähnt hatte. Ich bleibe bei meinen Aussagen“, erklärte Schwazer nach seiner Anhörung der italienischen Nachrichtenagentur ANSA.

Der Geher war am 30. Juli, im Vorfeld der Olympischen Spielen, positiv auf das Dopingmittel Epo getestet worden. Kurz darauf erklärte der 27-Jährige, das Mittel in der Türkei gekauft und es sich selbst gespritzt zu haben.

Wenig Verständnis zeigt der Olympiasieger von 2008 für den Rummel um seine Person im Rahmen der Anhörung in Rom: „Ich bin sehr enttäuscht, dass so ein Auflauf veranstaltet wird. Als ich in Peking die Goldmedaille gewonnen habe, war nicht ein Fünftel der heute anwesenden Personen gekommen. Das sagt wohl viel über den heutigen Sport aus.“

Autor: sportnews