
Das Podest der Frauen: Alessia Scaini, Greta Haselrieder und Manuela Serra. © Sportissimus
Seiser Alm Halbmarathon: Haselrieder pulverisiert den Streckenrekord
Der 13. Seiser Alm Halbmarathon ist am Sonntag mit zwei Favoritensiegen zu Ende gegangen. Die Bruneckerin Greta Haselrieder setzte sich auf der 21,1 Kilometer langen Distanz mit 601 Höhenmetern zum dritten Mal durch und stellte in 1:28.11 Stunden eine neue Bestmarke auf. Der in Innsbruck wohnhafte Sven Koch aus dem Allgäu entschied den Südtiroler Laufklassiker in 1:18.23 für sich.
05. Juli 2026
Von: pm
Drei Minuten, 41 Sekunden – das ist die Zeit, die Greta Haselrieder am Sonntag bei idealem Laufwetter schneller war als Benedetta Coliva im Jahr 2023, als diese in 1:31.52 Stunden den bis heute gültigen Streckenrekord erzielt hatte. Für die 29-Jährige aus Bruneck war es der dritte Erfolg beim Seiser Alm Halbmarathon, nach ihren Triumphen in den Jahren 2022 und 2024. Es war ein Start-Ziel-Sieg für die Ärztin, die sich demnächst auch im Trail-Lauf versuchen wird.
Im Vorjahr hatte Haselrieder nach rund sieben Kilometern aufgeben und mitansehen müssen, wie sich die in Arco lebende Piemontesin Alessia Scaini durchsetzte. 12 Monate später belegte Scaini den zweiten Platz – 5.38 Minuten hinter Haselrieder. Das Podium komplettierte Manuela Serra aus Bologna. Ihr stand im Herzen der Dolomitenregion eine Zeit von 1:39.07 Stunden zu Buche. Auf den Rängen vier und fünf folgten mit Annemarie Schöpf und Selina Christandl zwei Athletinnen aus dem Vinschgau, die den Halbmarathon in 1:43.42, bzw. 1:45.32 Stunden zu Ende liefen.
Koch gewinnt das Duell gegen Felicetti
Bei den Männern war Sven Koch der große Sieger. Der Allgäuer lieferte sich auf den 21,1 Kilometern mit 601 Höhenmetern einen packenden Zweikampf mit Vorjahressieger Daniele Felicetti aus dem Trentino. Am Ende gewann der Deutsche mit einer Zeit von 1:18.23 Stunden und einem Vorsprung von 25 Sekunden auf Felicetti. Koch, der den Halbmarathon zum ersten Mal bestritt, gewann die Kombiwertung mit dem Moonlight Classic Seiser Alm (15 km), an dem er Ende Jänner teilgenommen hatte.Sven Koch siegte bei den Männern.
Den dritten Platz beim Halbmarathon nahm Luca Clara ein. Der Klausner war in 1:21.04 Stunden bester Südtiroler Teilnehmer. In die Top Ten schafften es aus heimischer Sicht auch Markus Ploner (5.), Martin Griesser (6.), Khalid Jbari (7.), Hannes Rungger (8.), Thomas Steck (9.) und Simon Stifter (10.).
Premiere des Kinder-Rennens ein großer Erfolg
Neben dem Hauptrennen wurde auch der Just-For-Fun-Lauf, sowie zum ersten Mal ein Kinderlauf ausgetragen. Bei den Erwachsenen waren über 1000 Teilnehmende eingeschrieben, was eine neue Bestmarke bedeutete. Das Kinder-Rennen war auf 100 Starterinnen und Starter beschränkt und war ein herausragender Erfolg.Dementsprechend zufrieden zogen die Veranstalter von der LG Schlern und von Seiser Alm Marketing Bilanz: „Bessere Bedingungen hätten wir für unser Rennen fast nicht vorfinden können. Es war sonnig, die Temperaturen beim Start angenehm und auf der Strecke war es leicht windig, was für Abkühlung sorgte. Der Seiser Alm Halbmarathon ist ohne Zwischenfälle über die Bühne gegangen – auch das ist immer eine große Genugtuung und Erleichterung für uns als Veranstalter. Allen Finishern möchten wir zu ihren starken Leistungen gratulieren. Besonders freut uns natürlich, dass wir unser Teilnehmerlimit um weitere 100 Starter auf 1000 Teilnehmende angehoben haben – und trotzdem wieder in Rekordtempo ausverkauft waren. Wir möchten uns auch bei den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern bedanken. Sie sind genauso das Rückgrat des Seiser Alm Halbmarathons, wie unsere treuen Sponsoren. Aufwiedersehen am 4. Juli 2027, wenn wir den Seiser Alm Halbmarathon zum 14. Mal austragen werden.“
Das sagen die Sieger
Sven Koch (Sieger Halbmarathon): „Der Sieg kam nicht ganz überraschend, denn ich wusste, wo ich stehe und dass ich Daniele Felicettis Leistung aus dem Vorjahr knacken kann. Es war dann aber härter als gedacht, denn ich wollte mich bei Kilometer 13 von Daniele absetzen. Bergauf ist meine Stärke. Er ist mir aber immer auf den Fersen geblieben. Erst beim Downhill konnte ich ihn hinter mir lassen und den Vorsprung dann ins Ziel bringen.“Greta Haselrieder und Sven Koch waren unaufhaltbar. © Sportissimus
Greta Haselrieder (Siegerin Halbmarathon): „Heuer hatte ich sehr großen Respekt vor dem Seiser Alm Halbmarathon, denn im Vorjahr habe ich mich schlecht gefühlt und aufgeben müssen. Ich bin super zufrieden und habe das ganze Rennen nie auf die Uhr geschaut. Ich habe versucht, mein Rennen zu laufen und das ist mir gelungen. Nach Spitzbühl wusste ich, dass mein Vorsprung groß genug ist. Da habe ich die letzten Kilometer dann richtig genossen. Bis dahin war ich aber sehr fokussiert und bei mir. Wie ich es als Ärztin schaffe, Zeit zum Laufen zu finden? Es ist nicht immer ganz leicht, aber das Training ist für mich ein guter Ausgleich. Ich brauche es, um auf andere Gedanken zu kommen und mit der Arbeit abzuschließen. Von dem her passt es ganz gut.“
Ergebnisse 13. Seiser Alm Halbmarathon
Männer:1. Sven Koch GER/adidas 1:18.23
2. Daniele Felicetti ITA/U.S. Monte Pallidi 1:18.48
3. Luca Clara ITA/Martini Speed Team 1:21.04
4. Sam Nulens BEL/Atla 1:21.57
5. Markus Ploner ITA/ASV Sterzing 1:22.31
Frauen:
1. Greta Haselrieder ITA/Südtiroler Laufverein 1:28.11 Stunden
2. Alessia Scaini ITA/S.A. Valchiese 1:33.49
3. Manuela Serra ITA/Persicetana podistica 1:39.07
4. Annemarie Schöpf ITA/ASV Rennerclub Vinschgau 1:43.42
5. Selina Christandl ITA/ASV Rennerclub Vinschgau 1:45.32
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