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Marcell Jacobs erlebte eine Enttäuschung. © APA/afp / PAUL ELLIS

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Marcell Jacobs erlebte eine Enttäuschung. © APA/afp / PAUL ELLIS

Sprint-Dama: Plötzlich kann Jacobs nicht mehr

Bei der Leichtathletik-EM in Birmingham hat es ein Drama um den italienischen Sprint-Superstar Marcell Jacobs gegeben.

Großbritannien hat am Dienstagabend einen Doppelsieg über die 100 m bejubelt. Der 26-jährige Romell Glave setzte sich in 10,09 Sekunden vor Jeremiah Azu (10,16) und dem Deutschen Owen Ansah (10,19) durch. Topfavorit Lamont Marcell Jacobs stellte während des Laufes ab und landete auf Platz sieben. Im Halbfinale war er noch eine Zeit von 10,08 gelaufen.


Der 31-jährige Italiener musste bereits kurz nach dem Start so gut wie aufgeben und richtete sich etwa bei der 50-Meter-Marke auf, offenbar wegen eines Problems mit dem Adduktorenmuskel. Bereits beim Startblock-Test hatte er Schmerzen verspürt, und die Kameras hatten einen schmerzverzerrten Gesichtsausdruck eingefangen.

Der Körper streikt

Jacobs war am 1. Juli in Eisenstadt 9,67 Sekunden gelaufen, allerdings bei nicht regulärem Rückenwind von 4,1 m/Sek. „Es tut mir sehr leid. Nach dem Halbfinale habe ich mich gut gefühlt. Ich habe die Startblöcke getestet und dabei sehr starke Beschwerden im Adduktorenbereich verspürt – genau an derselben Stelle, an der ich schon vor Monte-Carlo Beschwerden gespürt hatte“, so der Tokio-Olympiasieger.
„Ich habe die Startblöcke getestet und dabei sehr starke Beschwerden im Adduktorenbereich verspürt.“ Marcell Jacobs

Jacobs, der aus Manerba am Gardasee kommt, führte seine Enttäuschung weiter aus: „Ich bin enttäuscht, aber ich kann die Zeit nicht zurückdrehen. Was mit dem Körper passiert, kann man nicht vorhersehen. Es ist eine weitere Lektion in meiner sportlichen Karriere, die ich wohl lernen musste.“

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